Letztes Update am Fr, 07.12.2018 13:02

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen zu Mittag weiter mit Gewinnen



Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag im Verlauf weiter klar in der Gewinnzone tendiert. Es sieht damit nach einem versöhnlichen Wochenabschluss aus - noch am Vortag hatte es für die Leitbörsen weltweit herbe Verluste gesetzt - in Frankfurt, Paris und London hatten die Leitindizes über 3 Prozent an Wert verloren.

Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 stieg zu Mittag um 31,83 Einheiten oder 1,04 Prozent auf 3.077,77 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.45 Uhr mit 10.878,57 Punkten und plus 67,59 Einheiten oder 0,63 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London gewann um 94,45 Zähler oder 1,41 Prozent und steht nun bei 6.798,50 Stellen.

An der Konjunkturdatenfront steht heute in den USA am Nachmittag der aktuelle Arbeitsmarktbericht für den Monat November auf der Agenda. Analysten erwarten dabei einen Stellenaufbau um knapp 200.000. Die deutschen Unternehmen haben unterdessen ihre Produktion im Oktober überraschend heruntergefahren. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen um 0,5 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das deutsche Wirtschaftsministerium am Freitag mitteilte. Ökonomen hatten hingegen einen Anstieg von 0,3 Prozent erwartet.

Bei den Einzelwerten im britischen Leitindex gab es zu Mittag nur vier Verlierer. Am stärksten verloren AB Foods mit minus 2,68 Prozent und Shire mit knapp 2 Prozent Minus. An der Spitze lagen unterdessen die Papiere des Einzelhandelsriesen Tesco mit einem Plus von mehr als viereinhalb Prozent.

Im Leitindex der Eurozone stiegen Aktien des finnischen Netzwerkausrüsters Nokia 3,72 Prozent. Dem chinesischen Konkurrenten Huawei schlug zuletzt mehr und mehr Wind entgegen. Die japanische Regierung will Insidern zufolge keine Lieferverträge mehr mit Huawei abschließen. Am Vortag erst war bekannt geworden, dass zudem die Finanzchefin von Huawei in Kanada festgenommen worden sei. Die USA würde aufgrund von Verstößen gegen die Iran-Sanktionen ihre Auslieferung fordern, hieß es aus Medienberichten.

Hauptverlierer waren in Deutschland Fresenius-Papiere, die um knapp 15 Prozent absackten. Fresenius hatte zuvor wegen Schwierigkeiten im laufenden Geschäft und hohen Investitionen im kommenden Jahr seine Mittelfristziele gekappt. Unternehmenschef Stephan Sturm sprach in einer Telefonkonferenz am Freitagmorgen von einem Übergangsjahr 2019 für den Konzern.

Im weit gefassten Euro-Stoxx-Index stiegen Aktien des finnischen Sportartikelherstellers Amer Sports mit plus 8,32 Prozent an die Spitze. Eine chinesische Investorengruppe unter Führung von Anta Sports Products Ltd will das Unternehmen für 4,6 Milliarden Euro kaufen. Auch die österreichische Schimarke „Atomic“ gehört derzeit den Finnen.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA264 2018-12-07/12:57




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