Letztes Update am Fr, 07.12.2018 13:05

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Burgenlands Grüne wollen mehr Klimaschutzmaßnahmen auf Landesebene



Eisenstadt (APA) - Burgenlands Grüne plädieren angesichts der in Katowice (Polen) laufenden UN-Klimakonferenz für eine Verkehrs-, Energie- und Landwirtschaftswende auf Landesebene. „Wir brauchen auch im Burgenland rasche, radikale Maßnahmen, um die Erderwärmung zumindest abzubremsen“, stellte Landessprecherin Regina Petrik am Freitag fest.

In der nächsten Landtagssitzung wollen die Grünen ihre Vorschläge als Antrag einbringen. Was bisher vorgestellt worden sei, „reicht nicht aus“, sagte Petrik vor Journalisten. Notwendig sei etwa eine „Verkehrswende“, die radikal und im ganzen Burgenland spürbar sei. Der Landessüden werde dabei noch immer vernachlässigt. Aber auch im Nordburgenland sei jeder Haushalt auf zumindest ein Auto angewiesen.

In einer Klimaschutzstrategie solle das Raumordnungsgesetz „einen wesentlichen Stellenwert“ haben. Besonders wichtig sei, dass „der Stopp der Bodenversiegelung gesichert ist“. Im Rahmen der Energiewende müsse es weiters zu einem konsequenten Ausstieg aus fossiler Energie kommen. „Auch Gas gehört zu fossiler Energie. Das hat sich noch nicht bei allen herumgesprochen“, meinte die Landessprecherin.

Notwendig sei auch „eine radikale Landwirtschaftswende“: Dies sei bei vielen Menschen im Burgenland schon angekommen, verwies Petrik auf Bemühungen in Richtung „100 Prozent Bio“. Förderungen sollten künftig „ausschließlich nur mehr für klimafreundliche Projekte ausbezahlt werden.“ Das Land und die Landesbetriebe sollten künftig jährlich einen Nachhaltigkeitsbericht vorlegen.

Österreich und leider auch das Burgenland hätten seit dem Vergleichsjahr 1990 „kein einziges Gramm CO2 beziehungsweise Klimagase im allgemeinen nachhaltig eingespart“, stellte der Landtagsabgeordnete Wolfgang Spitzmüller fest. Man sei heute sogar wieder am Steigen, was klimaschädliche Gase betreffe: „Das heißt, es passiert in Österreich genau das Umgekehrte von dem, wozu wir uns verpflichtet haben“ und was eigentlich notwendig wäre.

~ WEB http://www.gruene.at ~ APA268 2018-12-07/13:01




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