Letztes Update am Fr, 07.12.2018 13:08

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Falschgeldproduktion 2 - Darknet und Paketdienste



Leoben/Wien (APA) - Dem 33-Jährigen wird angelastet, Fälschungen von 50-, 20- und 10-Euro-Noten hergestellt und seit Anfang 2017 über das Darknet vertrieben zu haben. Verschickt wurde es mit Paketdiensten. Über die Qualität der Fälschungen machte das Bundeskriminalamt keine Angaben.

Ermittler des BK und des Landeskriminalamtes Wien waren im Oktober 2017 auf mehreren illegalen Verkaufsplattformen im Darknet auf die Spur des Produzenten gekommen. Seine Identifizierung und die Ausforschung der Werkstätte nahm die Ermittlungsarbeit von mehreren Monaten in Anspruch. Der 33-Jährige sei weitgehend geständig, so das BK.

Nachverfolgt wurden schließlich auch die Routen zu den Käufern des Falschgelds. Laut Vincenz Kriegs-Au wurden mehrere 100 Adressen identifiziert. Bei den Kunden des „Blüten“-Produzenten erfolgten - international abgestimmt, von Europol koordiniert - von 3. bis 6. Dezember Durchsuchungen von Häusern und Wohnungen.

20 dieser Durchsuchungen wurden in Österreich durchgeführt, und zwar am 5. Dezember: Je sechs in Wien und Niederösterreich, jeweils zwei in Kärnten und Vorarlberg, drei in der Steiermark und eine in der Oberösterreich, wie Kriegs-Au erläuterte. Sichergestellt wurden neben Falschgeld, Suchtmittel, Waffen und vor allen IT-Equipment. Eine Person wurde festgenommen, allerdings nicht in Zusammenhang mit Falschgeld, sondern wegen Drogenhandels.




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