Letztes Update am Fr, 07.12.2018 13:23

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


OPEC berät mit Partnerländern über Produktionsdrosselung



Wien (APA/AFP/dpa) - Die Organisation erdölexportierender Staaten (OPEC) und weitere wichtige Förderländer wollen am Freitag wieder in Wien zusammenkommen, um über Produktionssenkungen zur Stabilisierung des Ölpreises zu beraten. Derzeit werden informelle Beratungen geführt, die offizielle Sitzung hat noch nicht begonnen, hieß es Freitagmittag.

Der saudi-arabische Energieminister Khaled al-Faleh hatte am Donnerstagabend gesagt, er sei „nicht zuversichtlich“, dass eine Einigung gefunden werde. Den 15 Mitgliedern der OPEC allein war dies am Donnerstag nicht gelungen.

Am Freitag wollten die OPEC-Minister mit Vertretern von insgesamt zehn Ölförderländern zusammenkommen, darunter Russland. Auch der russische Energieminister Alexander Nowak hatte sich am Donnerstag wenig optimistisch geäußert: Für sein Land, zweitgrößter Ölproduzent der Welt, sei es „aufgrund der klimatischen Bedingungen sehr viel schwieriger als für andere Länder, die Produktion zu drosseln“, sagte er in Sankt Petersburg.

Die Förderländer könnten das Fördervolumen auf dem aktuellen Niveau halten oder noch weiter drosseln, um die Preise zu stabilisieren. US-Präsident Donald Trump hatte die OPEC noch am Mittwoch aufgefordert, keine Drosselung zu beschließen. Unter Druck steht damit besonders Saudi-Arabien, weil die Beziehungen zu den USA nach der Tötung des regierungskritischen saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi ohnehin schon belastet sind.

Der Ölpreis ist in den vergangenen zwei Monaten um mehr als 30 Prozent gesunken und pendelt derzeit um die 60 Dollar (52,86 Euro) pro Fass. Grund dafür ist, dass Händler ein Überangebot bei gleichzeitig nachlassender Nachfrage wegen der sich abschwächenden Konjunktur erwarten.




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