Letztes Update am Fr, 07.12.2018 14:17

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


UNICEF-Umfrage vor UN-Migrationsgipfel zeigt Not geflüchteter Kinder



Berlin (APA/AFP) - Vor der Verabschiedung des UN-Migrationspaktes kommende Woche in Marrakesch hat das Kinderhilfswerk UNICEF auf die Belastungen und Gefahren für geflüchtete Kinder und Jugendliche aufmerksam gemacht.

Eine nicht-repräsentative UNICEF-Umfrage unter 4000 migrierten und geflüchteten jungen Menschen habe ergeben, dass zwei Drittel von ihnen zur Flucht gezwungen gewesen seien, teilte die UN-Organisation am Freitag mit. Knapp die Hälfte der Befragten zwischen 14 und 24 machte sich demnach allein auf den Weg.

58 Prozent der Befragten gaben demnach weiter an, sie seien mindestens ein Jahr lang nicht zur Schule gegangen. Knapp die Hälfte hatte nach eigenen Angaben im Bedarfsfall keinen Zugang zu ärztlicher Betreuung. 38 Prozent gaben an, weder Unterstützung von ihren Familien oder Freunden noch von Institutionen erhalten zu haben.

Ziel der Umfrage sei es, den Regierungen im Vorfeld der Verabschiedung des UN-Migrationspakts die Auswirkungen der Migrationspolitik auf Kinder und Jugendliche zu veranschaulichen, erklärte UNICEF. Deren Antworten wiesen auf große Lücken bei der Versorgung und Unterstützung hin.

„Die im Migrationspakt vorgeschlagenen Maßnahmen, wie zum Beispiel die vorrangige Berücksichtigung des Kindeswohls in der Migrationspolitik, sind umsetzbar“, erklärte UNICEF.

~ WEB www.unicef.org ~ APA329 2018-12-07/14:13




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