Letztes Update am Fr, 07.12.2018 15:00

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Falschgeldproduktion 3 - Fast 300 Objekte in 13 Ländern durchsucht



Leoben/Wien (APA) - In Österreich und zwölf weiteren Staaten sind nach Angaben von Europol annähernd 300 Objekte durchsucht worden, 180 davon allein in Deutschland. 235 Verdächtige wurden ausgeforscht. Die Ermittler fanden 1.500 gefälschte Banknoten sowie Drogen und Waffen. In Frankreich, wo 28 Durchsuchungen durchgeführt wurde, flog außerdem eine Falschgeld-Druckerei auf, in Deutschland eine Cannabis-Plantage.

Der in Leoben festgenommene 33-Jährige hat nach Europol-Angaben mehr als 10.000 gefälschte Euro-Banknoten verschickt. Wil van Gemert, stellvertretender Europol-Direktor, machte darauf aufmerksam, dass weder Internet noch Darknet sichere Kanäle für dunkle Geschäfte sind. „Wenn Sie illegale Machenschaften online durchführen, sollten Sie darauf gefasst sein, dass früher oder später die Polizei an Ihre Tür klopft“, warnte van Gemert in einer Aussendung.

Der Prozess gegen den Leobener Falschgeld-Hersteller hat übrigens bereits begonnen. Die erste Verhandlung nach der Mitte Oktober erhobenen Anklage wegen Geldwäsche und -fälschung fand Anfang November statt. Dabei habe der Beschuldigte sein Geständnis teilweise widerrufen, sagte Andreas Riedler, Sprecher des Landesgerichts Leoben, zur APA. Der Prozess wurde auf unbestimmte Zeit vertagt. Der Angeklagte, dem ein bis zehn Jahre Haft drohen, befindet sich derzeit auf freiem Fuß. Ihm wurde eine vorläufige Bewährungshilfe beigestellt.




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