Letztes Update am Fr, 07.12.2018 15:38

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


CDU-Vorsitz - Bewerber Spahn: Werde kein bequemer Parteichef sein



Berlin/Hamburg (APA/Reuters/AFP) - Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn will im Falle seiner Wahl zum CDU-Vorsitzenden nicht pflegeleicht werden. „Ich kann Ihnen nicht versprechen, ein bequemer Parteivorsitzender zu sein“, kündigte er am Freitag auf dem Hamburger Parteitag an. Aber die CDU könne sich auf ihn verlassen.

„Ich bin wie ich bin. Ich werde auch in Zukunft manche Debatte anstoßen, wo dann morgen der Nachbar Sie anspricht: Was ist denn das nun wieder?“

An die CDU appellierte er, sich ihre neue, in der Diskussion um die Nachfolge von Parteichefin Angela Merkel erworbene Diskutierfreude zu bewahren. „Da ist ein neuer Geist in der CDU zu spüren.“

Spahn rief in seiner Bewerbungsrede zu einem Neuaufbruch auf. Die CDU brauche kein „Weiter so“ und „kein Zurück in die Vergangenheit.“ Ihn treibe die Frage um, wie Deutschland im Jahr 2040 aussehe werde. „Was wir brauchen, ist eine Idee für die Zukunft, einen Perspektivwechsel“, sagte er zu den Delegierten.

Spahn tritt gegen Merkels Wunschnachfolgerin Annegret Kramp-Karrenbauer und den Merkel-Kritiker Friedrich Merz an, denen die größten Chancen auf den Parteivorsitz eingeräumt werden.

Auf dem Parteitag in der Hansestadt entscheiden die rund 1.000 Delegierten über die Nachfolge der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel an der CDU-Spitze. Sie gibt ihr Amt als Parteichefin nach mehr als 18 Jahren ab, will aber bis zum Ende der Legislaturperiode 2021 Kanzlerin bleiben. Vor Spahn hatten bereits seine beiden Mitbewerber, die CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und der frühere Unions-Fraktionschef Friedrich Merz ihre Reden gehalten.




Kommentieren