Letztes Update am Fr, 07.12.2018 18:35

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ski alpin: Luitz droht Disqualifikation 2 - Ganzes DSV-Team betroffen



Val d‘Isere (APA) - Waldner betonte bei der Mannschaftsführersitzung, dass das Rennen in Beaver Creek abgeschlossen gewesen sei, weil innerhalb der Protestfrist kein Einspruch gekommen war. Allerdings tauchte später ein Trainer-Foto auf, das Luitz bei der Benutzung von Sauerstoff im Wettkampf-Bereich zeigt. Deshalb werde der Fall nun weiterverfolgt, betonte Waldner. Betroffen ist die gesamte deutsche Mannschaft.

Der Riesentorlauf in Beaver Creek wird auf fast 3.000 Meter Seehöhe gestartet. Eine nunmehrige Entscheidung wird laut Waldner durch die FIS und nicht die WADA gefällt werden. Er hoffe, dass dies „in den nächsten Tagen“ der Fall sein könne. Verboten ist die Sauerstoff-Einnahme laut FIS-Regeln offenbar lediglich im Wettkampfbereich, was auch immer dazu gehört.

„So will kein Läufer einen Sieg geschenkt bekommen, auch Marcel nicht“, machte ÖSV-Herrenchef Andreas Puelacher klar, dass man mit einem Sieg auf dem grünen Tisch keine besondere Freude haben würde. Immerhin wäre es Hirschers 60. Weltcuperfolg. Bei den ÖSV-Herren wird laut Puelacher kein zusätzlicher Sauerstoff verwendet, „weil es verboten ist und es außerdem sowieso nicht klar ist, ob es etwas bringt.“

Hirscher war am Freitagabend einziger Österreicher bei der Startnummernauslosung in Val d‘Isere, weil der Rest der Mannschaft wegen Flugverspätung nicht rechtzeitig eingetroffen war. Fix ist, dass der Start des Riesentorlaufs am Samstag auf der „Face“ nach unten verlegt wird, weil über die Nacht Schneefall erwartet wird.




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