Letztes Update am Fr, 07.12.2018 20:41

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Lawrow weist deutschen Vorschlag zum Asowschen Meer zurück



Kiew/Berlin (APA/dpa) - Der russischen Außenminister Sergej Lawrow hat den deutschen Vorschlag für eine Ausweitung der OSZE-Beobachtermission auf das Asowsche Meer als aussichtslos zurückgewiesen. „Ich habe ihm (Außenminister Heiko Maas) erklärt, dass solche Initiativen keine Perspektive haben“, sagte Lawrow beim Außenministertreffen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Mailand. „Es braucht weder Beobachter noch Vermittler im Asowschen Meer oder bei der Straße von Kertsch.“

Maas hatte am Vortag eine Ausweitung der Mission auf das Asowsche Meer vorgeschlagen, um den Ukrainekonflikts zu entschärfen. Bisher sind OSZE-Beobachter vor allem in der Ostukraine im Einsatz, um die Einhaltung des Friedensabkommens von Minsk zu überwachen. Der vereinbarte Waffenstillstand zwischen prorussischen Separatisten und Kiewer Regierungstruppen wird jedoch regelmäßig gebrochen.

Ende November hatte die russische Küstenwache drei ukrainische Schiffe vor der Küste der von Russland einverleibten Halbinsel Krim festgesetzt und zahlreiche Matrosen festgenommen. Moskau betrachtet die Straße von Kertsch als alleiniges russisches Hoheitsgebiet. Der Zwischenfall hat erhebliche Spannungen zwischen Moskau und Kiew ausgelöst.

Maas wollte am Dienstag bei einem deutsch-französischen Vermittlungsversuch zwischen Russland und der Ukraine in Berlin über den Vorschlag beraten.

~ WEB http://www.osce.org/ ~ APA528 2018-12-07/20:37




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