Letztes Update am Sa, 08.12.2018 14:49

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bedrohung Klimawandel: Staaten wollen Wandervögel besser schützen



Durban (APA/dpa) - Angesichts des Klimawandels und anderer Bedrohungen für wandernde Wasservögel habe sich Dutzende Staaten bei einer UN-Konferenz dazu verpflichtet, die Tiere besser zu schützen. Die Delegierten verabschiedeten am Samstag im südafrikanischen Durban unter anderem Pläne zum Schutz des Zwergflamingos, der von nur sehr wenigen Feuchtgebieten abhängig ist, und der Zwerggans, die in der Arktis brütet.

Außerdem beschlossen die Vertreter der Unterzeichner des Abkommens zur Erhaltung der afrikanisch-eurasischen wandernden Wasservögel (AEWA) eine Strategie für die nächsten zehn Jahre, um die Tiere gegen Bedrohungen wie den Klimawandel, Umweltverschmutzung und Krankheiten zu schützen. Der Klimawandel werde wandernde Wasservögel vor allem in der Sahelzone und im Osten Afrikas beeinträchtigen, sagte der Exekutivsekretär des AEWA, Jacques Trouvilliez.

Künftig könnte es demnach sein, dass Vögel, die für den europäischen Winter nach Afrika reisen, nicht mehr genug Ressourcen und Feuchtgebiete vorfinden. „Das wäre eine Katastrophe“, so Trouvilliez. Besonders gefährdet sind dem AEWA-Sekretariat zufolge neben dem Zwergflamingo und der Zwerggans auch etwa die Spiegelralle und die Afrikanische Ruderente, vor allem Letztere sei stark von Dürre betroffen.

Mit dem Abkommen zur Erhaltung der afrikanisch-eurasischen wandernden Wasservögel wollen die Beteiligten wandernde Wasservögel - etwa Pelikane, Störche und Gänse - und ihre Lebensräume in Afrika, Europa, im Nahen Osten, Zentralasien, Grönland und im kanadischen Archipel schützen. 77 Staaten und die Europäische Union haben den Vertrag unterschrieben, sie treffen sich alle drei Jahre.




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