Letztes Update am Sa, 08.12.2018 18:26

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Neuer CDU-Generalsekretär sieht Einigung der Partei als harte Arbeit



Hamburg (APA/Reuters) - Nach dem Führungswechsel in der CDU betrachtet der neue Generalsekretär Paul Ziemiak die Einigung der Partei als vorrangige Herausforderung. Die dringlichste Aufgabe der neuen Führung sei, „die Lager in der Partei wieder zusammenzuführen“, sagte er am Samstag laut Vorabbericht in einem Interview der ARD-Tagesthemen. „Es wird ein hartes Stück Arbeit.“

Der 33-Jährige war auf dem CDU-Parteitag zum neuen Generalsekretär gewählt worden, nachdem ihn seine Vorgängerin in diesem Amt, die neue CDU-Chefin Annegret Kram-Karrenbauer, dafür vorgeschlagen hatte. Die Personalentscheidung gilt in der CDU als Signal Kramp-Karrenbauers an die unterlegenen Kandidaten im Rennen um den Parteivorsitz, Friedrich Merz und Jens Spahn.

Beide stammen wie Ziemiak aus Nordrhein-Westfalen, der CDU-Bundestagsabgeordnete gilt zudem als Vertrauter von Spahn. Die von Ziemiak seit 2014 geführte Junge Union galt in den vergangenen Jahren als konservativer als die Gesamtpartei und hatte sich etwa in der Flüchtlingsdebatte wie Spahn kritisch gegenüber der deutschen Regierung positioniert.

Gefragt nach den Themen, bei denen er mit seiner Parteivorsitzenden am weitesten auseinanderliege, sagte Ziemiak in dem Interview: „Da gibt es wahrscheinlich einige Punkte, das wird sich zeigen.“ Er finde dies aber auch „völlig gut“ für die CDU. „Wir haben drei Wurzeln, die christlich-soziale, die liberale und die konservative“, erklärte Ziemiak. „Es schadet nicht, wenn diese konservative Wurzel deutlich wird.“

Ziemiak erhielt mit 62,8 Prozent ein eher schwaches Abstimmungsergebnis. Aus Brandenburg wurde Unmut über die Personalie laut, da vor dem „Superwahljahr“ im Osten kein Vertreter aus diesem Teil Deutschland den Posten bekam. Aus der Schwesterpartei CSU kam hingegen Zuspruch.




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