Letztes Update am So, 09.12.2018 00:21

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Seehofer traut Union mit Kramp-Karrenbauer über 40 Prozent zu



Berlin (APA/Reuters/dpa) - CSU-Chef Horst Seehofer zeigt sich nach der Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer zur neuen Vorsitzenden der deutschen Christdemokraten (CDU) optimistisch. „Die CSU wird mit AKK gut zusammenarbeiten“, sagte Seehofer der Zeitung „Bild am Sonntag“ laut Vorausmeldung.

Kramp-Karrenbauer habe im Saarland gezeigt, dass sie trotz schwieriger Lage Wahlen gewinnen könne. „Ich bin mir sicher, dass die Union mit ihr wieder Wahlergebnisse über 40 Prozent erzielen kann.“

Kramp-Karrenbauer war am Freitag vom CDU-Bundesparteitag in Hamburg zur Nachfolgerin von Angela Merkel als Parteivorsitzende bestimmt worden. Im Rennen waren auch Friedrich Merz und Jens Spahn.

Der vorausgegangene Wettbewerb um die Parteispitze wirkte sich für die Union laut einer Umfrage bei der Wählergunst zwar positiv aus, 40 Prozent sind aber dennoch in weiter Ferne: Im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erhebt, konnten CDU/CSU vor dem CDU-Parteitag im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt auf 29 Prozent zulegen. Die AfD verlor einen Punkt und kommt jetzt auf 14 Prozent. Bei den Grünen (19 Prozent), der SPD (15), der FDP und den Linken (je neun) änderte sich nichts. Die sonstigen Parteien liegen zusammen weiter bei fünf Prozent. Emnid hatte zwischen 29. November und 5. Dezember 2018 insgesamt 2.469 repräsentativ ausgewählte Personen befragt.

Kramp-Karrenbauer rief ihre unterlegenen Mitbewerber Merz und Spahn auf, eine Spaltung der Partei zu verhindern. „Wir drei Kandidaten waren uns immer einig, dass jeder von uns Verantwortung dafür trägt, dass die Partei nach dieser Entscheidung zusammenhält.“

Die CDU-Chefin will sich im neuen Amt als erstes auch um Migrations-und Sicherheitspolitik kümmern. Sie wolle ein „Werkstattgespräch“ mit Experten und auch Kritikern der Migrations- und Flüchtlingspolitik einberufen, um konkrete nächste Verbesserungen zu erarbeiten.

Seehofer tritt am 19. Jänner als CSU-Chef ab. Der bayrische Ministerpräsident Markus Söder soll dann auf einem Sonderparteitag zu seinem Nachfolger gewählt werden.




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