Letztes Update am Mi, 26.12.2018 06:26

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland kündigt Widerstand gegen neue Atomaufrüstung in Europa an



Berlin (APA/dpa) - Der deutsche Außenminister Heiko Maas hat sich klar gegen die Stationierung neuer atomarer Mittelstreckenraketen in Europa ausgesprochen. In einem Interview der Deutschen Presse-Agentur kündigte er Widerstand Deutschlands dagegen für den Fall an, dass der 30 Jahre alte INF-Vertrag zwischen Russland und den USA zum Verbot von Mittelstreckenwaffen platzt.

„Europa darf auf gar keinen Fall zum Schauplatz einer Aufrüstungsdebatte werden“, sagte Maas. „Eine Stationierung neuer Mittelstreckenraketen würde in Deutschland auf breiten Widerstand stoßen.“

Die USA werfen Russland vor, den INF-Vertrag mit dem Bau neuer Raketen zu brechen und haben deswegen mit der Aufkündigung gedroht. Im November haben sie Moskau eine letzte dreimonatige Frist zum Einlenken gesetzt, die Anfang Februar ausläuft. Russland zeigt aber keinerlei Bereitschaft dazu und wirft der NATO im Gegenzug ebenfalls vor, den Vertrag mit der Stationierung eines Raketenabwehrsystems in Rumänien zu brechen.

„Nukleare Aufrüstung ist ganz sicher die falsche Antwort“, sagte Maas dazu. Die Nachrüstungslogik stamme aus dem Kalten Krieg. „Die Politik aus den 80er Jahren hilft nicht, um die Fragen von heute zu beantworten.“

~ WEB http://www.nato.int/ ~ APA019 2018-12-26/06:22




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