Letztes Update am Fr, 04.01.2019 11:57

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Burgenland erstellt Klima- und Energiestrategie



Eisenstadt (APA) - Das offizielle Burgenland legt heuer bei den Aktivitäten im Bereich Umwelt spezielles Augenmerk auf den Klimaschutz. Deshalb sei ein besonderer Arbeitsschwerpunkt die Erstellung einer umfassenden Klima- und Energiestrategie, teilte Landesrätin Astrid Eisenkopf (SPÖ) am Freitag mit.

Auf der Weltklimakonferenz in der polnischen Stadt Katowice im Dezember hatten sich knapp 200 Nationen auf ein Regelwerk zur Umsetzung der Ziele der Pariser Klimakonferenz geeinigt. Die international gesetzten Ziele müssten nun auf nationale und regionale Maßnahmen heruntergebrochen werden, so Eisenkopf. Die Folgen des Klimawandels seien von niemand mehr zu leugnen. Auch das Burgenland werde verstärkte Maßnahmen setzen und Anstrengungen unternehmen, um die Treibhausgasemissionen weiter zu reduzieren und um Klimaschutzmaßnahmen zu tätigen.

Mit der Klima- und Energiestrategie werde man die Klimaschutzarbeit im Burgenland auf neue Beine stellen. Angestrebt werde, eine ganz klare Vision zu haben, „wo wollen wir hin, bis wann müssen wir welche Zwischenziele erreichen und welche Maßnahmen sind sinnvoll“, erläuterte die Landesrätin.

Die Klimaschutzstrategie solle auch für Nichtexperten lesbar und verstehbar ausgearbeitet werden. Wichtig sei ihr, dass alle Burgenländer diese Strategie verstehen und sich deshalb auch einbringen können. Bei der Erstellung werde es einen Bürgerbeteiligungsprozess geben.

„Der Plan ist, dass diese Strategie in etwa in der Jahresmitte fertig sein soll“, sagte Eisenkopf. Am Ende solle ein Handlungsleitfaden für alle relevanten Akteure entstehen - sowohl für das Land, aber auch für alle Institutionen und Unternehmen, die einen Beitrag zum Klimaschutz im Burgenland leisten können und auch wollen.

Der Startschuss für die Bemühungen soll am 23. Jänner beim Ersten Burgenländischen Klimaschutzgipfel im Kulturzentrum Eisenstadt erfolgen. Zahlreiche Experten, darunter Jürgen Schneider, Sektionschef im Nachhaltigkeitsministerium, der Meteorologe Marcus Wadsak sowie Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb von der Boku wurden als Vortragende eingeladen.

„Ziel ist es, alle Akteure im Burgenland, die im Bereich des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit tätig sind, einmal zusammenzuholen, zu informieren und mit ihnen gemeinsam Maßnahmen und erste Ideen zu erarbeiten“, erläuterte die Landesrätin. Am 11. und 12. April tagen dann in Frauenkirchen unter burgenländischem Vorsitz die Klimaschutzreferenten der Bundesländer.




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