Letztes Update am Fr, 04.01.2019 12:02

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Skispringen: Tournee-Bewerb am Bergisel als WM-Generalprobe



Seefeld/Innsbruck (APA) - Der dritte Bewerb der Vierschanzen-Tournee in Innsbruck war am Freitag auch die Generalprobe für die Nordische Ski-WM. Exakt 50 Tage später werden am 23. Februar (14.30 Uhr) auf der Bergisel-Schanze die Medaillen von der Großschanze vergeben. Stefan Kraft tritt dann als Titelverteidiger an. Die Veranstalter sind für das Großereignis in Seefeld und Innsbruck bereit.

Zu den dritten großen Titelkämpfen im Raum Innsbruck innerhalb weniger Monate nach Kletter- und Rad-WM erwartet Organisationsdirektor Christian Scherer rund 200.000 Zuschauer. Die großen Reiseveranstalter haben längst Ticketpakete gebucht, nun konzentrieren sich die Veranstalter in der Werbung vor allem auf Tagesgäste.

So können Zuschauer mit einer gültigen Eintrittskarte aus ganz Tirol kostenfrei mit den ÖBB anreisen (Fernreisezüge sind ausgenommen) und auch mit der Deutschen Bahn wurde das gleiche Abkommen für die Anreise mit der Werdenfelserbahn ab München in den WM-Ort Seefeld geschlossen.

Der Bahnhof in dem Tourismusort wurde völlig renoviert, Bürgermeister und WM-Sportdirektor Werner Frießer freut sich auch über den neuen Busbahnhof und veränderte Straßenführungen. „Ohne die WM hätten wir das nie so früh bekommen“, erklärte der langjährige Ortschef.

Die neue Sportinfrastruktur wurde im vergangenen Winter beim Weltcup im Langlauf und in der Nordischen Kombination bereits getestet. Dieser Test half, das Stadionlayout zu optimieren und das Verkehrskonzept und die Wege der Zuschauer den erhöhten Anforderungen anzupassen. Die Grundgerüste für die Tribünen sind bereits installiert. Das Langlauf-Stadion wird rund 9.000 Fans Platz bieten, tausende weitere werden entlang der Strecken stehen.

Die Bergiselschanze hatte schon mehr als ein Jahr vor der WM die nötige Eisspur erhalten. Die Großschanzen-Bewerbe (Einzel- und Team-Bewerb Springen sowie Einzelbewerb und Team-Sprint Nordische Kombination) werden jeweils bei Tageslicht über die Bühne gehen. Ein Flutlicht wird nicht installiert. Laut ÖSV-Vizepräsident Alfons Schranz wird es aber im Stadion eine zusätzliche Beleuchtung geben, falls es bei den Nachmittagsbewerben zu Verzögerungen kommt.

Scherer erklärte, er sei mit dem Vorverkauf zufrieden. „Besonders gut gebucht ist das letzte WM-Wochenende vom 1. bis 3. März“, sagte Scherer der APA. Da stehen in Seefeld Höhepunkte wie Normalschanzen-Springen (Herren und Mixed), Staffel- und Langstreckenrennen im Skilanglauf sowie der Kombinierer-Teambewerb auf dem Programm.




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