Letztes Update am Fr, 04.01.2019 14:15

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ebola - Mehr als 600 Fälle im Osten des Kongo



Kinshasa (APA/dpa) - Im Osten des Kongo sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen mehr als 600 Menschen an Ebola erkrankt. Davon seien 560 Fälle bestätigt, die weiteren 48 wahrscheinlich, teilte die WHO am Freitag in Genf mit. 365 Menschen seien seit dem Ausbruch im August gestorben, darunter auch 18 Helfer.

Die Mehrzahl neuer Fälle sei in Städten und im städtischen Umland im Nordosten des Landes aufgetreten. Die Eindämmung des hämorrhagischen Fiebers ist in der Provinz Nord-Kivu besonders schwierig, weil in dem rohstoffreichen Gebiet mehrere bewaffnete Gruppen aktiv sind. Der WHO zufolge ist dies inzwischen der zweitschwerste Ebola-Ausbruch der Geschichte. Bei der bisher folgenschwersten Ebola-Epidemie in Westafrika kamen 2014/2015 mehr als 11.000 Menschen ums Leben.

Nach Angaben der WHO wurden die Bemühungen gegen eine weitere Ausbreitung der Infektionskrankheit auch durch die Proteste vor der Präsidentenwahl am Sonntag beeinträchtigt. Demonstranten hatten gegen die Verzögerung ihrer Stimmenabgabe protestiert und dabei unter anderem ein Krankenhaus in der Stadt Beni angegriffen. Dadurch habe man zeitweise weniger Impfungen durchführen können, teilte die WHO mit. Die Gesundheitsorganisation zeigte sich zudem besorgt, dass weitere Unruhen im Land die bisherigen Fortschritte im Kampf gegen das lebensgefährliche Fieber zunichte machen könnten.




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