Letztes Update am Fr, 04.01.2019 15:45

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Doping: Auch IOC-Athletenkommission für Bestrafung Russlands



Lausanne (APA/Reuters) - Die Athletenkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hat am Freitag mitgeteilt, dass sie harte Sanktionen der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) gegen Russland begrüßen und unterstützen werde. Russland hatte zuletzt den Zugriff auf die Daten im Moskauer Kontrolllabor verweigert. Das Compliance Review Committee (CRC) der WADA befasst sich mit dem Fall am 14./15. Jänner.

Bis zum 31. Dezember hätte Russland Kontrolleuren den Zugang zum Analyselabor und den dortigen Doping-Daten und -Proben gewähren müssen, um die Auflagen für eine dauerhafte Wiederzulassung der russischen Anti-Doping-Agentur (RUSADA) zu erfüllen. Experten der WADA waren jedoch unmittelbar vor Weihnachten mit leeren Händen aus Moskau abgereist, weil ihre Ausrüstung nicht nach russischem Recht zertifiziert war.

„Als Mitglieder der IOC-Athletenkommission sind wir extrem enttäuscht und besorgt über die Tatsache, dass die RUSADA die Frist nicht eingehalten hat“, hieß es in der Mitteilung der IOC-Athletenkommission vom Freitag. „Wir erwarten, dass das CRC in seiner Sitzung (...) dem WADA-Exekutivkomitee entsprechende Empfehlungen vorlegen wird. Diese Empfehlungen sollten zu sofortigen Maßnahmen und Aktionen führen.“ Eine versäumte Frist sollte zu „härteren und effektiveren Sanktionen führen“, wurde weiters betont.

Schon der Zusammenschluss von 16 Anti-Doping-Agenturen, darunter auch die österreichische NADA, hatte am Mittwoch eine Bestrafung Russlands gefordert. Travis Tygart, der Chef der US-Anti-Doping-Agentur (USADA) hatte die WADA bereits am Neujahrstag aufgefordert, sich nicht länger von Russland an der Nase herumführen zu lassen. Er nannte die aktuelle Situation „einen totalen Witz“.




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