Letztes Update am Fr, 04.01.2019 18:26

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen verzeichnen satte Zuwächse



Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag einen Befreiungsschlag hingelegt. Entspannungssignale vom US-Handelsstreit verhalfen den Leitindizes in Europa zu einem versöhnlichen Wochenausklang mit massiven Zuwächsen. Einen Extraschwung brachte darüber hinaus der gute Börsenstart an der Wall Street.

Zwischen China und den USA kommt es kommende Woche zu den ersten direkten Verhandlungen seit der Ankündigung eines „Waffenstillstands“ Anfang Dezember. Eine US-Delegation werde an diesem Montag zu zweitägigen Gesprächen erwartet, teilte das chinesische Handelsministerium mit.

Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 gewann im Lauf des Tages 87,19 Einheiten oder 2,95 Prozent auf 3.041,85 Punkte. Der DAX in Frankfurt beendete den Handelstag mit 10.767,69 Punkten und plus 351,03 Einheiten oder 3,37 Prozent. Der FTSE-100 der Börse London stieg um 145,58 Zähler oder 2,18 Prozent und steht nun bei 6.838,24 Stellen.

Bei den Konjunkturdaten wurden am Vormittag Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone veröffentlicht. Die Wirtschaft der Eurozone ist Ende 2018 so langsam gewachsen wie seit mehr als vier Jahren nicht mehr. Der gemeinsame Einkaufsmanagerindex von Industrie und Dienstleistern fiel im Dezember um 1,6 auf 51,1 Punkte. In Deutschland sorgten hingegen Arbeitsmarktdaten für gute Stimmung: Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist 2018 auf den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung gesunken.

In den USA gab der Arbeitsmarktbericht der Regierung ebenfalls Grund für Optimismus. Den Daten zufolge sind in der US-Wirtschaft im Dezember weit mehr Jobs entstanden als erwartet. Die Regierung meldete 312.000 neue Stellen. Das war das größte Plus seit Februar 2018.

Bei den Sektoren an Europas Börsen gab es klare Gewinne bei den Ölwerten sowie Banken und Autoherstellern. Im Spitzenfeld im Euro-Stoxx-50 stiegen Bayer mehr als 6 Prozent. Die Papiere profitieren laut Händlern von einem Zwischenerfolg beim Glyphosat-Verfahren in den USA. Der Richter habe erlaubt, einen anstehenden Prozess in zwei Phasen aufzuteilen.

Im weit gefassten Euro-Stoxx-Index wurden ProSieben-Aktien einmal mehr abgestraft: Sie verloren um 3,42 Prozent an Wert und lagen damit unter den Tagesverlierern. Zuletzt hatte die Investmentbank Morgan Stanley ihr Preisziel für die Aktie deutlich abgesenkt.

In London setzten sich Aktien des Eisenerzförderers Antofagasta mit plus 6,45 Prozent an die Spitze im Leitindex FTSE-100. Gewinne über der Sechsprozentmarke gab es auch für Evraz und den Finanzdienstleister Schroders.

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Index Aktuell Änderung Änderung Zuletzt

Punkte Prozent Wien ATX 2.858,49 87,04 3,14 2.771,45 Frankfurt DAX 10.767,69 351,03 3,37 10.416,66 London FT-SE-100 6.838,24 145,58 2,18 6.692,66 Paris CAC-40 4.737,12 125,64 2,72 4.611,48 Zürich SPI 10.033,30 174,71 1,77 9.858,59 Mailand FTSEMIB 18.831,79 613,39 3,37 18.218,40 Madrid IBEX-35 8.737,80 214,50 2,52 8.523,30 Amsterdam AEX 492,01 11,60 2,41 480,41 Brüssel BEL-20 3.317,05 95,55 2,97 3.221,50 Stockholm SX Gesamt 1.435,29 41,77 3,00 1.393,52 Europa Euro-Stoxx-5 3.041,85 87,19 2,95 2.954,66

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Euro-Stoxx 333,29 9,49 2,93 323,80 ~

~ ISIN EU0009658145 ~ APA396 2019-01-04/18:23




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