Letztes Update am Fr, 04.01.2019 20:15

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ski alpin: Liensberger „sehr ungeduldig“, aber Stockerl kein Muss



Zagreb (APA) - Katharina Liensberger ist zuletzt am Semmering als Slalom-Vierte nur knapp am ersten Podestplatz im Ski-Weltcup vorbeigeschrammt. „Ich bin sehr ungeduldig, das stimmt schon“, verriet die Vorarlbergerin am Freitag in Zagreb. Druck mache sie sich aber keinen. „Für mich ist einfach die Leistung bestimmend. Das Stockerl ist ein schönes Ergebnis, wenn das eintritt. Aber ich kann das nicht vorhersagen.“

Liensberger ist als Vierte des Slalom-Weltcups die aktuell beste ÖSV-Läuferin und auch im Gesamtweltcup als einzige Österreicherin neben Nicole Schmidhofer unter den Top Ten zu finden. Für die 21-Jährige aus Göfis nicht zuletzt ein Produkt kontinuierlicher Arbeit. „Ich möchte mich stetig verbessern, stetig weiterentwickeln“, sagte die Technik-Spezialistin vor der Startnummernauslosung für den Zagreb-Slalom am Samstag (13.00/16.00 Uhr, live ORF eins).

Auf dieses Rennen, das auf einer relativ eisigen Piste in Szene gehen könnte, freue sie sich besonders, da sie hier im Vorjahr als Achte erstmals unter die zehn Bestplatzierten gefahren war. In der laufenden Saison holte die Rossignol-Athletin bei insgesamt zehn Einsätzen sechs Top-Ten-Plätze, in St. Moritz war sie Vierte im Parallelbewerb sowie Fünfte im Courchevel-Slalom.

„Die Richtung stimmt, und das gibt mir auf jeden Fall ein positives Gefühl“, meinte Liensberger. „Ich weiß, ich habe so gute Schwünge dabei, auch wenn noch nicht alles so ist, wie ich mir das vorstelle. Aber es baut mich einfach auf, weil ich weiß: Das, was ich mache, ist stimmig!“

Von dieser Welle getragen, sind die Gedanken an Punkte und Platzierungen derzeit noch untergeordnet, wie sie betonte. „Die Platzierung davor oder danach nützt mir gar nichts für das nächste Rennen. Ich weiß, es beginnt die Uhr wieder bei null. Ich versuche einfach jedes Mal, meine beste Leistung im Rennen umzusetzen“, bekundete Liensberger, die sich nichtsdestotrotz „große Ziele“ setzt.

„Natürlich hofft man, dass schlussendlich auch das Ergebnis mit der Leistung übereinstimmt. Nur da kommt es immer auch auf die anderen Athletinnen an, wie gut die in Form sind. Das, finde ich, ist auch das Spannende am Rennfahren“, führte die Olympia-Silbermedaillengewinnerin von Pyeongchang im Teambewerb aus. „Wenn das Ergebnis stimmt, umso schöner ist es für einen selber, weil es einfach eine Bestätigung ist.“ Stress werde sie sich deswegen aber keinen machen, versprach Liensberger.




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