Letztes Update am Fr, 04.01.2019 22:21

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


US-Börsen



New York (APA) - Starke US-Arbeitsmarktdaten, gepaart mit beruhigenden Aussagen des US-Notenbankvorsitzenden Jerome Powell, sowie neue Hoffnung im Handelsstreit mit China haben am Freitag eine Erholungsrally an der New Yorker Aktienbörse ausgelöst. Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss um 3,29 Prozent höher auf 23.433,16 Punkte zu und macht gleicht damit den verpatzten Jahresauftakt wieder aus.

Der 500 ausgewählte US-Unternehmen fassende S&P-500 Index stieg um 84,05 Punkte (plus 3,43 Prozent) auf 2.531,94 Zähler. Der Technologieindex Nasdaq Composite Index legte sogar um 275,35 Einheiten oder 4,26 Prozent auf 6.738,86 Zähler zu.

Selbst nachdem US-Präsident Donald Trump im Streit um die Finanzierung der von ihm geforderten Mauer zu Mexiko mit einer mehr als einjährigen Haushaltssperre gedroht hatte, blieben die Indizes auf Gewinnkurs.

Unterstützung kam gleich von mehreren Seiten: Zum Wochenanfang sollen erste direkte Verhandlungen zwischen China und den USA laufen, seit Trump Anfang Dezember die Vereinbarung eines gegenseitigen „Waffenstillstands“ im Zollstreit bekannt gegeben hatte. Laut einer Mitteilung aus China wird am Montag eine US-Delegation zu zweitägigen Gesprächen erwartet. Außerdem kam es an den weltweiten Aktienmärkten gut an, dass die chinesische Notenbank die Kapitalanforderungen an die Banken des Landes erneut senken will.

Aus den USA selbst wurden darüber hinaus überraschend robuste Arbeitsmarktdaten für Dezember gemeldet, während Fed-Chef Powell zugleich betonte, „sorgfältig auf Sorgen an den Finanzmärkten hören“ zu wollen. Er hob dabei die Bereitschaft hervor, „falls nötig die Bilanzpolitik zu ändern“, wodurch Sorgen vor einer zu schnellen Straffung der Geldpolitik der Wind aus den Segeln genommen wurde. Im Dezember waren die Stundenlöhne im Vergleich zum Vormonat weiter gestiegen und auch der Stellenaufbau hatte sich fortgesetzt. Zwar legte auch die Arbeitslosenquote zu, doch dies sollte, wie Patrick Boldt von der Helaba betonte, „nicht überbewertet werden“.

Auf Unternehmensseite legten nun wieder jene Aktien besonders deutlich zu, die zuletzt auch besonders stark unter Druck geraten waren. Apple zum Beispiel kletterten um 3,74 Prozent, nachdem die Aktien am Vortag nach einer Umsatzwarnung um 10 Prozent eingebrochen waren.

Auch allgemein profitierte der Technologiesektor besonders von der Erleichterung unter den Anlegern. Im Dow kletterten Intel, begünstigt von einer Kaufempfehlung durch die US-Bank Merrill Lynch, um 6,14 Prozent. Die Experten lobten, der Prozessorhersteller sei für Megatrends wie Cloud Computing oder Künstliche Intelligenz in einer attraktiven Ausgangslage. Microsoft folgen an zweiter Stelle im Wall-Street-Index mit einem Plus von 4,65 Prozent und Cisco legten um 4,50 Prozent zu.

Unter den großen Internet-Konzernen rückten zudem Amazon um 5,01 Prozent vor und Netflix um 9,72 Prozent. Die Experten von Goldman Sachs setzten den Streaminganbieter auf ihre Liste der besonders aussichtsreichen Werte und bekräftigten auf dieser Liste auch die Titel von Amazon - auch wenn sie das Kursziel für den Handelsgiganten reduzierten.

Die Kollegen von JPMorgan äußerten sich zugleich nach dem steilen Kursrutsch der Coty-Aktien im vergangenen Jahr nicht mehr so pessimistisch zum Kosmetik- und Parfumhersteller. Analystin Andrea Teixeira sieht inzwischen kaum noch weitere Abwärtsgefahren und stufte die Papiere auf „Neutral“ hoch. Die Coty-Aktien legten um 5,45 Prozent zu.

~ ISIN US78378X1072 US6311011026 US2605661048 ~ APA462 2019-01-04/22:18




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