Letztes Update am Sa, 05.01.2019 14:40

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Winterwetter - Steirische Ortschaft wegen Lawinengefahr evakuiert



Graz (APA) - Keine Entspannung ist am Samstagnachmittag in den von heftigen Schneefällen und Sturm betroffenen Gebieten in der Steiermark in Sicht gewesen. Die Ortschaft St. Johann am Tauern in der Gemeinde Pölstal wurden wegen der großen Lawinengefahr 14 Häuser evakuiert. Die Menschen wurden in der Gemeinde untergebracht. In Hohentauern sind rund 550 Personen eingeschlossen.

Es sind im Laufe des Tages mehrere Straßensperren dazugekommen. Laut einem Bericht der Landeswarnzentrale eben die Straße über den Triebenpass zwischen Trieben und St. Johann am Tauern (Bezirk Murtal), weiters die Verbindungsstraße zwischen Döllach und Ketten nahe Liezen und die Zufahrt nach Zwanzenbichl (Gemeinde Landl).

Am stärksten betroffen war in der Steiermark der Bezirk Liezen. Die Feuerwehren waren wie in den Vortagen mit etlichen Unwettereinsätzen beschäftigt. Dächer mussten freigeschaufelt, Fahrzeuge nach Unfällen geborgen werden. In den eingeschneiten Gemeindeteilen von Sölk arbeiteten die Feuerwehrleute an der Trinkwasserversorgung, weil die Hauptwasserleitung beschädigt war. Sorge bereitete den Feuerwehren, dass viele Hydranten eingeschneit waren. An die Bevölkerung erging daher der Appell, diese frei zu räumen, um im Brandfall bereitzustehen.

„Wir hoffen, dass wir morgen ein Zeitfenster von mehreren Stunden haben, um die Lage aus der Luft besser beurteilen zu können und eine bessere Einschätzung zu bekommen“, ließ Katastrophenschutzreferent Michael Schickhofer (SPÖ) über einen Sprecher mitteilen.




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