Letztes Update am Sa, 05.01.2019 22:19

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sea-Watch-Migranten - Deutsche Stadt zu Aufnahme bereit



Berlin (APA) - Während sich die Regierungen über das Schicksal der auf dem Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ vor Malta festsitzenden Migranten streiten, erklären sich immer mehr europäische Städte zur Aufnahme der 32 Flüchtlinge bereit. So hat etwa der Bürgermeister der hessischen Stadt Marburg, Thomas Spies, seine Gemeinde offiziell als „sicheren Hafen“ angeboten.

Spies hat zu diesem Zweck auch dem deutschen Innenminister Horst Seehofer geschrieben. Der Sozialdemokrat ersuchte den CSU-Politiker, „die Aufnahme der Geretteten - darunter Kinder, unbegleitete Jugendliche und ein Baby - in Deutschland zu ermöglichen und sie der Stadt Marburg zuweisen zu lassen“, hieß es in einer Aussendung der hessischen Stadt. Spies verwies auf das „geltende Recht“, wonach Menschen, die in Seenot geraten seien, gerettet werden müssten, „egal aus welchen Gründen sie auf dem Meer sind“. Zudem gehe es im konkreten Fall um eine „verschwindend geringe Zahl von Frauen, Männern und Kindern, die in großer Gefahr sind“.

Die Flüchtlinge waren am 22. Dezember vor Libyen gerettet worden. Nach zwei Wochen auf dem Mittelmeer findet die „Sea-Watch 3“ ebenso wie das zweite Schiff deutscher Aktivisten, die „Professor Albrecht Penck“, keinen offenen Hafen. „Die Situation ist immer noch die selbe“, sagte ein Sprecher der NGO Sea-Watch am Samstag der Nachrichtenagentur AFP.




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