Letztes Update am So, 06.01.2019 11:44

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fußball: „Hohe Geldstrafe“ für Bayern-Star Ribery



Doha (APA/dpa) - Der französische Fußball-Star Franck Ribery muss für seine Social-Media-Beleidigungen eine hohe Geldstrafe zahlen. Das kündigte Sportdirektor Hasan Salihamidzic am Sonntag im Trainingslager des FC Bayern in Doha an. „Er hat Worte benutzt, die wir als FC Bayern München nicht akzeptieren können und die Franck als Vorbild und als Spieler des FC Bayern nie benutzen darf“, sagte Salihamidzic.

„Ich habe gestern lange mit Franck gesprochen und habe ihm auch mitgeteilt, dass er eine hohe Geldstrafe bekommen hat. Die Strafe hat er auch akzeptiert.“ Über Zahlen wolle er nicht sprechen, aber die Strafe werde „sehr hoch ausfallen“.

Nach der Berichterstattung über ein teures, mit Blattgold überzogenes Steak, das Ribery während seines Urlaubs im Emirat Dubai in einem Edel-Steakhaus serviert worden war, wurde der 35-jährige Familienvater heftig kritisiert. Seine nicht im Affekt entstandene Replik war allerdings unterste Schublade.

„Lass uns beginnen mit den Neidern, den Hassern, die sicher durch ein löchriges Kondom entstanden sind. F... Eure Mütter, eure Großmütter und sogar euren Stammbaum“, ätzte der Teamkollege von David Alaba in Beiträgen, die er in den Sozialen Netzwerken Twitter und Instagram veröffentlichte. „Ich schulde euch nichts. Meinen Erfolg habe ich Gott zu verdanken, mir und meinen Nächsten, die an mich glauben. Für die anderen, ihr wart nur Kieselsteine in meinen Socken.“

Salihamidzic war in seinem Statement auf der Trainingsanlage in Doha bemüht, Riberys Verhalten zu entschuldigen. „Er hat ja nichts bezahlt. Er wurde eingeladen und daraufhin, weil das falsch dargestellt wurde, wurde Franck aufs Übelste beschimpft und beleidigt. Aber nicht nur Franck, sondern auch seine hochschwangere Frau und sein Kind, seine Mama, die im Krankenhaus operiert wurde“, sagte Salihamidzic in der Mittagshitze von Katar.

„Daraufhin hat sich Franck vor seine Familie gestellt, hat sich gewehrt, hat die Familie verteidigt. Da hat er auch jedes Recht dazu, da unterstütze ich den Spieler auch. Leider ist das in einem Punkt total entgleist“, kommentierte der Sportdirektor.




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