Letztes Update am Mo, 07.01.2019 10:08

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Winterwetter - In Steiermark vorerst keine Hubschrauberflüge möglich



Graz/Liezen (APA) - Im Großteil der Obersteiermark war die Lawinengefahr am Montag unverändert auf der zweithöchsten Warnstufe („groß“) der fünfteiligen Skala. Da weiter Schneefall und Sturm herrschten, dürfte mit einer Entspannung sowie mit Hubschrauberflügen durch Polizei und Heer nicht zu rechnen sein, wie ein Landeswarnzentrale-Mitarbeiter zur APA sagte. Rund 2.000 Menschen waren nach wie vor abgeschnitten.

Die Lawinengefahr lag in den Nordalpen oberhalb der Waldgrenze vom Dachstein bis zur Rax bei Stufe vier, in den Niederen Tauern bei Stufe drei („erheblich“). Südlich der Mur-Mürzfurche und im Grazer Bergland wurde die Lawinengefahr mit Stufe zwei („mäßig“) beurteilt. Es bestand dem Lawinenwarndienst zufolge weiterhin die Möglichkeit, dass sich sehr große Lawinen spontan lösen. Von Skitouren und von allen Bewegungen abseits von Straßen und gesicherten Skipisten wurde von den Behörden eindringlich abgeraten. In den Hochlagen wurden bis Montagabend 20 bis 40 Zentimeter Neuschnee erwartet. In den Niederen Tauern und in den östlichen Gebirgsgruppen des Landes dürften es bis zu 20 Zentimeter sein. Die Lawinengefahr dürfte am Dienstag ansteigen.

Gesperrt war weiterhin die wichtige Verbindung Ennstal Bundesstraße (B320) zwischen Trautenfels und Espang. Hier hatte eine geplante Lawinensprengung von einem Bundesheer-Hubschrauber aus am Sonntag wegen schlechter Sicht abgebrochen werden müssen. In Wildalpen wurden die Straßen nach Hinterwildalpen und Rothwald gesperrt, ebenso die Hochschwabstraße nach Weichselboden. In Schladming wurden die Straßen ins Ober- und Untertal gesperrt. Weiters nicht passierbar ist die Straße zwischen Ober- und Unterlaussa in St. Gallen, der Koppenpass zwischen Bad Aussee und Obertraun (Oberösterreich) sowie die Pyhrnpass-Straße von Liezen nach Kirchbach (OÖ) im Bereich der Passhöhe. Nicht passierbar waren auch die Verbindungen von der Ramsau nach Salzburg.

Die bereits in den vergangenen Tagen verfügten Straßensperren, etwa jene ins Sölktal, blieben aufrecht. Die Straße auf die Planneralm war dicht, ebenso wie die Straße über den Triebenpass zwischen Trieben und St. Johann am Tauern (Bezirk Murtal). Der Präbichl zwischen Vordernberg und Eisenerz war nicht passierbar. An neuen Sperren kamen die Straße über das Niederalpl zwischen Mürzsteg und Wegscheid hinzu, weiters die Gemeindestraße von Pusterwald im Murtal in den Scharnitzgraben und nach Hinterwinkel. Hier waren rund 50 Anrainer abgeschnitten.




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