Letztes Update am Mo, 07.01.2019 11:05

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sea Watch - Italien prüft mögliche Aufnahme von 15 Personen



Rom (APA) - Italien prüft die Aufnahme von 15 der 49 Personen, die sich an Bord von NGO-Rettungsschiffen befinden. Dies berichtete die Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ (Montagsausgabe). Gespräche führe der italienische Premier Giuseppe Conte mit Berlin, Brüssel, Frankreich, Portugal und den Niederlanden, um zu einer Verteilung der Migranten zu gelangen.

„In der Regierung herrscht Optimismus, dass es zu einer Kompromisslösung kommt“, so das Blatt. Conte will Druck auf Malta ausüben, damit die Flüchtenden dort an Land gehen könnten. Danach sollen sie umverteilt werden.

Trotz des Appells des Papstes für europäische Solidarität zur Lösung der schwierigen Lage der 49 Migranten an Bord von zwei Rettungsschiffen im Mittelmeer warnte der maltesische Premier Joseph Muscat am Sonntag, dass die Anlandung der Flüchtenden auf Malta einen Präzedenzfall darstellen würde. Dies sei gefährlich, weil es zu weiteren Ankünften in den nächsten Monaten und in der Sommerzeit kommen könnte, so Muscat.

Malta erklärte sich am Mittwoch bereit, die beiden Schiffe in seine Gewässer einfahren zu lassen. Grund sei die sich verschlechternde Situation an Bord. Die maltesischen Behörden wollen die Migranten an Bord der zwei Schiffe der deutschen Organisation Sea-Eye („Sea Watch“ und „Professor Albrecht Penck“) jedoch nicht aufnehmen.




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