Letztes Update am Mo, 07.01.2019 12:02

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Menschenhandel - Kneissl: Kampf zur Eindämmung irregulärer Migration



Wien (APA) - Für Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) ist der Kampf gegen Menschenhandel „eine wesentliche Voraussetzung zur Eindämmung der irregulären Migration“. In einer Aussendung am Montag anlässlich der Präsentation des „Globalen UNO-Berichts über Menschenhandel in 2018“ in Wien warnte Kneissl auch, sich von den ansteigenden Zahlen identifizierter Opfer und Täter nicht „blenden“ zu lassen.

„Ein großer Teil der Täter“ komme nach wie vor straffrei davon, mahnte die Außenministerin, und betonte: „Mit der Ausbeutung anderer Menschen Geld zu verdienen ist immer noch viel zu einfach.“ Auch Österreich gehört laut Kneissl „durch seine Lage im Zentrum Europas von Menschenhandel“ zu den Transit- und Zielländern. Seit 2004 koordiniere eine eigens von der Bundesregierung eingerichtete Task Force die nationalen Maßnahmen im Kampf gegen das Verbrechen.

Dass der Bericht des in Wien ansässigen UNO-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) erstmal in der Bundeshauptstadt und nicht am UNO-Hauptsitz in New York präsentiert werde, „zeigt auch die Bedeutung Wiens als Kompetenzzentrum für die Bekämpfung des Menschenhandels“, hob Kneissl hervor. Die Vereinten Nationen feiern heuer den 40. Jahrestag der UNO-City in Wien.

(Der APA-Bericht „UNO: Menschenhandel als Strategie in Kriegs- und Krisengebieten“ lief bereits am 6.1.2019)

~ WEB www.unodc.org ~ APA211 2019-01-07/11:58




Kommentieren