Letztes Update am Mo, 07.01.2019 12:21

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Doping: Pound verteidigte WADA im „Fall Russland“ gegen Kritik



Montreal (APA/dpa) - WADA-Gründungspräsident Richard Pound hat die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) gegen die weltweite Kritik wegen ihres Vorgehens im Fall Russland verteidigt. „Ein Großteil der Reaktion auf die Ablehnung des Zugangs zu den Doping-Daten im Moskauer Analyselabor nach Ablauf der vom WADA-Exekutivkomitee gesetzten Frist hat alle Elemente eines Lynch-Mobs“, schrieb der Kanadier.

Viele von ihnen seien mit dem Thema nicht vertraut genug, um solche „schrägen Ansichten“ zu haben - und noch mehr „haben sich nicht die Mühe gemacht, sich zu informieren“, so Pound in dem am Montag vom Branchendienst „Insidethegames“ veröffentlichten Beitrag.

Nach dreijähriger Suspendierung der russischen Anti-Doping-Agentur (RUSADA) als Folge der Aufdeckung des flächendeckenden und staatlich unterstützten Sportbetrugs in dem Land hatte die WADA im September die Sperre mit Auflagen aufgehoben. Die Bedingungen für das endgültige Ende des Banns waren der Zugang zu den Daten im Moskauer Labor bis zum 31. Dezember 2018, den Russland bisher nicht gewährt hat, und die Analyse der dort lagernden Doping-Proben bis zum 30. Juni 2019.

Eine unabhängige Prüfkommission der WADA wird Anfang kommender Woche entscheiden, ob die RUSADA wieder gesperrt wird oder nicht.




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