Letztes Update am Mo, 07.01.2019 13:08

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Formel 1: Niki Lauda - Impfungen 2 - Oft langfristig planbar



Wien (APA) - „Kandidaten für eine Organtransplantation sowie Empfänger von Organtransplantaten haben ein erhöhtes Risiko für Infektionskrankheiten. Daher muss dafür gesorgt werden, dass alle SOT-Kandidaten (Personen vor Organstransplantationen; Anm.), aber auch alle Familien- und Kontaktpersonen inklusive Health Care Workers, über einen kompletten Impfstatus vor Transplantation verfügen“, so die Empfehlungen.

Die österreichischen Experten schrieben zu Patienten, welche Spenderorgane erhalten sollen oder erhalten haben: „Abgesehen von der Tatsache, dass alle Impfungen entsprechend dem Österreichischen Impfplan vor Transplantation gegeben/aufgefrischt werden sollen, sind alle inaktivierten Impfungen auch nach SOT (Transplantation von „soliden“ einzelnen Organen; Anm.) sicher. Bei chronisch Kranken, zum Beispiel Personen mit schlechter werdender Nierenfunktion und in Sicht kommender Notwendigkeit von Dialyse und/oder Organtransplantation, lässt sich der Impfschutz bereits längerfristig optimieren, bis der „Ernstfall“ eintritt.

Weitgehend unbedenklich sind inaktivierte Impfungen (Vakzine aus abgetöteten Viren oder Bakterien, Proteinprodukten oder gentechnisch erzeugten Proteinen). Beispiele dafür sind jene gegen Influenza (bis auf eine Vakzine), Pneumokokken, Haemophilus influenzae, Hepatitis A und B und HPV. Nach einer Organtransplantation sollten die meisten von ihnen erst nach den ersten drei bis sechs Monaten (neuerlich) erfolgen. Doch für die Influenza gilt das nicht: „Einzige Ausnahme ist die inaktivierte Influenzaimpfung, die bereits einen Monat nach Transplantation (in Abhängigkeit von der Influenzasaison) gegeben werden kann“, heißt es in dem Konsensuspapier der österreichischen Wissenschafter.

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