Letztes Update am Mo, 07.01.2019 13:42

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sea-Watch - Brüssel führt intensive Gespräche zur Lösungssuche



Rom (APA) - Die EU-Kommission sucht weiter nach einer Lösung für die Migranten, die vor zwei Wochen von den Schiffen der deutschen NGOs Sea-Eye und Sea Watch aufgenommen wurden. Man sei um eine rasche Lösung bemüht, sagte Kommissionssprecher Margaritis Schinas am Montag in Brüssel. Der EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos forderte die EU-Mitgliedsstaaten zu mehr Solidarität in Sachen Einwanderung auf.

„Diese Situation bezeugt einmal mehr, dass man dauerhafte Lösungen für das Mittelmeer finden muss“, sagte Schinas laut Medienangaben. Er begrüßte den Appell des Papstes an die EU-Mitgliedstaates für eine Lösung zugunsten der Migranten an Bord der beiden Rettungsschiffe.

Der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert berichtete bei einer Pressekonferenz am Montag in Berlin, dass die deutsche Regierung zur Aufnahme der Menschen bereit sei, allerdings im Rahmen einer „breiten europäischen Verteillösung“. Berlin führte intensive Gespräche mit der EU-Kommission und unterstütze deren Bemühungen für eine Lösung.

Die „Sea-Watch 3“ hatte am 22. Dezember 32 Flüchtlinge in internationalen Gewässern im Mittelmeer gerettet, darunter drei kleine Kinder, drei unbegleitete Jugendliche und vier Frauen. Das umgerüstete deutsche Forschungsschiff „Professor Albrecht Penck“ der deutschen Flüchtlingshilfsorganisation Sea-Eye hatte einige Tage später 17 weitere in Seenot geratene Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet. Italien bekräftigte zuletzt seine Absicht, keine Anlandung in seinen Häfen zuzulassen. Das Land sei angeblich bereit, 15 der 49 Migranten im Rahmen einer europäischen Umverteilung aufzunehmen, verlautete es am Montag in Rom.

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