Letztes Update am Mo, 07.01.2019 15:21

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Winterwetter - Versicherer warnen vor gefährlicher Schnee-Dachräumung



Wien/Österreich-weit (APA) - Das Winterwetter mit großen Schneemassen hat derzeit weite Teile von Österreich fest im Griff. Die heimischen Versicherungen warnen Hausbesitzer vor den Gefahren der Schnee-Dachräumung und vor Waldspaziergängen. Stürze vom Dach bedeuten oft schwere, existenzbedrohende Verletzungen, so die Donau-Versicherung.

Die Wiener Städtische rät von Waldspaziergängen ab, denn durch den schweren Schnee und den kräftigen Wind knicken Bäume leicht um. Außerdem sollte man sein Auto nicht unter Bäumen abstellen, um Schäden durch herunterstürzende Äste zu vermeiden. Um sich nicht in Gefahr zu bringen empfehlen die Versicherer, exponierte Dächer nicht von enormen Schneemengen freizuschaufeln, wozu die Versicherungsnehmer grundsätzlich verpflichtet sind. Im Zweifelsfall gehe die Sicherheit der Kunden vor.

Durch die Eigenheimversicherung sind Schäden, die durch Schneedruck entstehen, wie etwa Schäden am Hausdach, beschädigte Zäune oder Schäden am Nebengebäude gedeckt. Auch versichert sind etwaige Haftpflichtfälle, die durch eine Dachlawine verursacht werden. Schäden durch Schneelawinen sind in der Katastrophenhilfe gedeckt, die standardgemäß in der Eigenheimversicherung inkludiert ist. Die Standarddeckung beträgt 8.000 Euro kann aber auch erhöht werden.

Wie hoch die Schäden durch die Schneemassen ausfallen werden, ist für die großen heimischen Versicherer - Allianz, Donau-Versicherung, Generali, UNIQA, Wiener Städtische - derzeit noch nicht absehbar. „Aus heutiger Sicht handelt es sich um ein durchschnittliches Winterschadensereignis, bei dem wenig Auffälliges festzustellen ist“, erklärte die Wiener Städtische auf APA-Anfrage. „Der Wetterbericht ist leider in einigen Teilen Österreichs ungünstig, es werden große Schneemengen prognostiziert. Von dieser Entwicklung wird es abhängen, wie hoch die Schadenbelastung sein wird“, so die Allianz. Viele Schäden würden erfahrungsgemäß erst im Frühjahr erkannt und gemeldet werden, hieß es von der UNIQA.




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