Letztes Update am Mo, 07.01.2019 18:09

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europa schließt zu Wochenbeginn überwiegend leichter



Frankfurt am Main (APA) - Nach den starken Kursgewinnen vom Wochenschluss sind die Leitbörsen Europas am Montag wieder überwiegend mit schwächeren Notierungen aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 schloss um 0,27 Prozent tiefer bei 3.033,64 Punkten. Auch der FTSE-100 an der Börse London verlor 0,39 Prozent auf 6.810,88 Einheiten.

Damit setzte sich das Auf und Ab an den europäischen Börsen weiter fort. Nachdem der Markt vor dem Wochenende starken Rückenwind von neuer Hoffnung im Handelsstreit und einem guten US-Arbeitsmarktbericht erhalten hatte, übten sich die Anleger zu Wochenbeginn schon wieder in Zurückhaltung.

Zwar herrscht weiterhin Hoffnung, dass die USA und China mit dem Besuch einer US-Delegation in China Fortschritte im Handelsstreit erzielen, die Anleger zeigten sich am Montag jedoch deutlich vorsichtiger als in der Vorwoche.

Datenseitig rückte heute das sentix-Investorenvertrauen in den Fokus. Die Anlegerstimmung in der Eurozone hat sich im Jänner erneut verschlechtert. Der Konjunkturindikator fiel um 1,2 Punkte auf minus 1,5 Zähler. Sowohl die Einschätzung der aktuellen Lage als auch die Wirtschaftsaussichten trübten sich ein.

In den USA hat sich zudem die Stimmung der US-Dienstleister stärker als erwartet eingetrübt. Der ISM-Einkaufsmanagerindex fiel im Dezember um 3,1 Punkte auf 57,6 Zähler. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 58,5 Punkte gerechnet. Der Indikator befindet sich jedoch trotz des Rückgangs im langfristigen Vergleich auf einem hohen Niveau.

Ihre jüngste Erholung fortsetzen konnten Werte aus dem Chipsektor. Im Euro-Stoxx-50 gehörten Titel des Branchenausrüsters ASML mit plus 2,50 Prozent zu den Favoriten. Sicroelectronics rückten in Paris um 4,08 Prozent vor. Die Aktien der österreichischen ams sprangen in Zürich um rund neuneinhalb Prozent nach oben: Zusätzlich gestützt wurden die Papiere von der Nachricht, dass der Sensorenhersteller eine Partnerschaft mit dem chinesischen Softwareentwickler Face++ eingeht.

Die Papiere des Brauereikonzerns AB Inbev verloren dagegen 0,43 Prozent. Analyst Mitch Collett von Goldman Sachs sorgt sich in einer Studie um die Marktdynamik in einigen Schwellenländern und wachsende Konkurrenz, gegen die das Unternehmen „nicht immun“ sei.

An der Börse in Paris zogen dagegen die Aktien des Medienkonzerns Publicis um 2,48 Prozent an. Auch hier stützte laut Händlern ein positiver Analystenkommentar. Demnach hat Pivotal Research den Aktien des Werbekonzerns am Montag eine Kaufempfehlung ausgesprochen.

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Index Aktuell Änderung Änderung Zuletzt

Punkte Prozent Wien ATX 2.893,19 34,70 1,21 2.858,49 Frankfurt DAX 10.747,81 -19,88 -0,18 10.767,69 London FT-SE-100 6.810,88 -26,54 -0,39 6.837,42 Paris CAC-40 4.719,17 -17,95 -0,38 4.737,12 Zürich SPI 9.970,79 -62,51 -0,62 10.033,30 Mailand FTSEMIB 18.953,27 121,48 0,65 18.831,79 Madrid IBEX-35 8.776,30 38,50 0,44 8.737,80 Amsterdam AEX 491,75 -0,26 -0,05 492,01 Brüssel BEL-20 3.340,78 23,73 0,72 3.317,05 Stockholm SX Gesamt 1.439,93 4,64 0,32 1.435,29 Europa Euro-Stoxx-5 3.033,64 -8,21 -0,27 3.041,85

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Euro-Stoxx 333,34 0,05 0,02 333,29 ~

~ ISIN EU0009658145 ~ APA431 2019-01-07/18:06




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