Letztes Update am Di, 08.01.2019 08:42

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Winterwetter - Lawinengefahr südlich Mur-Mürz erheblich



Graz (APA) - In den nördlichen Landesteilen der Steiermark hat Dienstagfrüh weiterhin erhebliche bis große Lawinengefahr geherrscht, wie der Warndienst mitteilte. Für die Gebirgsgruppen in der Weststeiermark, dem Grazer Bergland und der oberen Oststeiermark wurde erhebliche Schneebrettgefahr prognostiziert. Die Schneemengen belasteten auch Hausdächer, Feuerwehren begannen verbreitet diese abzuschaufeln.

Laut Lawinenwarndienst können sich mittlerweile selbst in tiefen Lagen Gleitschneelawinen entladen. Böschungsrutsche aus den steilen Grashängen können auch während des Tages nicht ausgeschlossen werden. Die Behörden rieten eindringlich von Touren im freien Gelände und abseits der Pisten ab. Weiterhin starker Wind verfrachtete große Schneemengen und blockierte durch Verwehungen immer wieder Straßen.

Die Straßensituation stellte sich unverändert dar, die Sperren der vergangene Tage dürften noch weitere Tage aufrechterhalten werden, da mehr Schnee, begleitet von Wind angesagt war. Das Bundesheer konnte am Montag am späten Nachmittag von Aigen im Ennstal aus noch einen Versorgungs- und einen Erkundungsflug durchführen, man hoffte auf kleinräumige kurzfristige Wetterbesserung, um die Hubschrauber einsetzen zu können - mittlerweile sind bis zu 30 Aufträge der Behörden zu Versorgungs-, Erkundungs- und Lawinenabsprengflügen eingegangen.

Gesperrt war weiterhin die wichtige Verbindung Ennstal Bundesstraße (B320) zwischen Trautenfels und Espang, ein Ausweichen über Landesstraßen war für Pkw möglich, Lkw mussten das Gebiet großräumig umfahren. In Wildalpen waren die Straßen nach Hinterwildalpen und Rothwald gesperrt, ebenso die Hochschwabstraße nach Weichselboden. In Schladming wurden die Straßen ins Ober- und Untertal gesperrt. Weiters nicht passierbar war die Straße zwischen Ober- und Unterlaussa in St. Gallen, der Koppenpass zwischen Bad Aussee und Obertraun (Oberösterreich) sowie die Pyhrnpass-Straße von Liezen nach Kirchbach (OÖ) im Bereich der Passhöhe. Nicht passierbar waren auch die Verbindungen von Ramsau nach Salzburg.

Die bereits in den vergangenen Tagen verfügten Straßensperren, etwa jene ins Sölktal, blieben aufrecht. Die Straße auf die Planneralm war dicht, ebenso jene über den Triebenpass zwischen Trieben und St. Johann am Tauern (Bezirk Murtal). Der Präbichl zwischen Vordernberg und Eisenerz war nicht passierbar. Nicht befahrbar war die Straße über das Niederalpl zwischen Mürzsteg und Wegscheid, weiters die Gemeindestraße von Pusterwald im Bezirk Murtal in den Scharnitzgraben und nach Hinterwinkel. Rund 2.000 Menschen - Einheimische wie Touristen - waren in über einem Dutzend Ortschaften abgeschnitten.




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