Letztes Update am Di, 08.01.2019 09:33

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Griffiths erstattet Bericht zu Jemen vor UNO-Sicherheitsrat



Sanaa/New York (APA/AFP) - Der UNO-Sondergesandte für den Jemen, Martin Griffiths, wird sich nach Angaben von Diplomaten am Mittwoch vor dem UNO-Sicherheitsrat über die Lage in dem Bürgerkriegsland äußern. Griffiths werde über die Einhaltung des Waffenstillstands in der Hafenstadt Hodeidah und seine jüngsten Gespräche mit den Houthi-Rebellen und der Regierung berichten, sagten Diplomaten.

Der UNO-Diplomat war am Wochenende in die von den schiitischen Rebellen gehaltene jemenitische Hauptstadt Sanaa gereist. Dort beriet er unter anderem über den geplanten Abzug der Truppen beider Konfliktparteien aus der umkämpften Hafenstadt Hodeidah. Bei anschließenden Gesprächen mit jemenitischen Regierungsvertretern in der saudiarabischen Hauptstadt Riad verhandelte Griffiths über die Umsetzung des Friedensabkommens von Schweden.

Die Konfliktparteien im Jemen hatten sich im Dezember bei Friedensgesprächen in Schweden auf eine Waffenruhe für die von den Houthi-Rebellen kontrollierte westjemenitische Hafenstadt geeinigt, durch die ein Großteil der Hilfen für die hungernde Bevölkerung ins Land kommt. Dabei war auch ein Abzug der Kämpfer aus der Stadt und dem Hafen von Hodeida vereinbart worden. Dies ist bisher jedoch weitgehend unterblieben.

Die UNO peilt deshalb eine weitere Runde der Friedensverhandlungen an. Diese könnte bis Ende Jänner stattfinden.

Im Jemen herrscht seit 2015 ein Krieg zwischen den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansour Hadi und den schiitischen Houthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden in dem Konflikt bereits mehr als 10.000 Menschen getötet, unter ihnen tausende Zivilisten.




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