Letztes Update am Di, 08.01.2019 09:33

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Frauen in Chefetagen deutscher Wirtschaft immer noch eine Seltenheit



Frankfurt am Main (APA/dpa) - In den Topetagen deutscher Unternehmen sitzen immer mehr Frauen. Allerdings sind viele Vorstände weiterhin eine reine Männerdomäne, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Auswertung des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY hervorgeht. In den 160 Konzernen aus den Börsenindizes DAX, MDAX und SDAX arbeiteten demnach zum Stichtag 1. Jänner 2019 insgesamt 61 Managerinnen im Vorstand.

Das sind 11 Frauen mehr als vor einem Jahr. Ihr Anteil in den Führungsgremien stieg binnen Jahresfrist damit von 7,3 auf 8,6 Prozent. Es ist der höchste Wert seit Beginn der Untersuchung im Jahr 2013.

„Frauen sind in deutschen Vorständen aber immer noch eine Seltenheit“, konstatierte EY-Expertin Ulrike Hasbargen. „Wir sehen zwar Fortschritte - aber der Wandel vollzieht sich sehr langsam.“ Die Vorstände der meisten Unternehmen aus den drei Börsenindizes sind nach wie vor eine reine Männerdomäne: 67 Prozent der Chefetagen sind den Angaben zufolge ausschließlich mit Managern besetzt.

Am höchsten ist der Frauenanteil der Studie zufolge in den Konzernen der obersten deutschen Börsenliga. Er stieg in den 30 DAX-Unternehmen innerhalb eines Jahres um 2,1 Prozentpunkte auf 14,5 Prozent. Inzwischen haben 23 dieser Unternehmen mindestens ein weibliches Vorstandsmitglied, vor einem Jahr waren es 21, vor zwei Jahren 17 Firmen.

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Untersucht wurden die Vorstände der zum 1. Jänner 2019 in DAX, MDAX oder SDAX notierten Unternehmen. Im DAX waren zum Stichtag 30 Unternehmen gelistet, im MDAX 60 und im SDAX 70 Unternehmen. Ausgewertet wurden Geschäfts- und Quartalsberichte, Pressemitteilungen sowie Homepages der Unternehmen.




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