Letztes Update am Di, 08.01.2019 11:09

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Winterwetter - Bundesheer zur Unterstützung am Hochkar angefordert



Göstling/Österreich-weit (APA) - Aufgrund der großen Schneemengen am niederösterreichischen Hochkar hat die Gemeinde Göstling (Bezirk Scheibbs) das Bundesheer um Hilfe gebeten. „Wir haben grünes Licht erhalten, dass wir Unterstützung vom Bundesheer bekommen“, berichtete Bürgermeister Friedrich Fahrnberger (ÖVP) am Dienstag. Die Hochkar Alpenstraße bleibt bis auf Weiteres gesperrt, das Skigebiet wurde am Montag evakuiert.

„Wir räumen die Straße auf einer Strecke von drei Kilometern bis zur ersten Gefahrenstelle, ab da ist gesperrt“, sagte Fahrnberger nach einer Lagebesprechung am Dienstag zur APA. Entlang der Straße bis zum Hochkar müssen Lawinen gesprengt werden. „Dafür brauchen wir aber Erkundungsflüge, die derzeit nicht möglich sind“, berichtete der Bürgermeister. Insgesamt gebe es auf der Straße bis zum Hochkar drei Gefahrenstellen.

Das Bundesheer wurde angefordert, um Wohnobjekte freizuschaufeln. Damit das möglich ist, müsse allerdings vorher die Straße freigeräumt werden, sagte Fahrnberger. Die Lawinenkommission werde täglich tagen, kündigte er an. Weiters müssen, sobald es die Lage zulässt, die Liftanlagen mithilfe von Freiwilligen von Schnee befreit werden. „Wir versuchen, den Skibetrieb ab Montag wiederherzustellen“, so der Bürgermeister.

Sorgen bereitet allerdings die Wetterprognose, weil weitere Schneefälle vorhergesagt sind. Die Webcams zeigten auch am Dienstag trübes Winterwetter bei Minusgraden und Wind am Hochkar. Der Schnee liege an Stellen mit Verwehungen bis zu sechs Meter hoch, hieß es.

Rund 100 Gäste, Mitarbeiter und Bewohner hatten am Montagnachmittag im Fahrzeugkonvoi das Hochkar verlassen. Wintersportler können ins nahegelegene Skigebiet Lackenhof am Ötscher ausweichen, Tickets sind auch dort gültig.




Kommentieren