Letztes Update am Di, 08.01.2019 11:42

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Elektro- und Elektronikmüll: Steiermark startet mit Reparatur-Prämie



Graz (APA) - In der Steiermark fallen jährlich etwa 24 Kilogramm Elektro- und Elektronikschrott pro Person an. Vieles davon landet zu früh am Müll, weil der Schaden noch behoben werden könnte. Seit Jahresbeginn wird die fachgerechte Reparatur von Elektro-Haushaltsgeräten und Kommunikationselektronik vom Land Steiermark mit bis zu 100 Euro gefördert, teilte Landesrat Johann Seitinger (ÖVP) am Dienstag mit.

Bügeleisen, Toaster, Staubsauger, Bildschirme und Smartphones lassen die Müllberge in der Steiermark immer weiter wachsen: Das Abfallaufkommen von Elektro- und Elektronikaltgeräten ist in dem Bundesland im Zeitraum von 2010 bis 2017 um mehr als ein Viertel gestiegen. Aus den rund 550.000 steirischen Haushalten landen jährlich an die 15 Millionen Kilogramm Elektroaltgeräte auf dem Müll. Die Reparatur dieser Gebrauchsgüter und dessen Weiterverwendung wird daher als wichtige Maßnahmen zur Eindämmung weiterer schnell wachsender Abfallberge gesehen.

Das Land Steiermark gewährt daher Privatpersonen, die die Wiederinstandsetzung von haushaltsüblichen Elektrogeräten bei berechtigten Gewerbeunternehmen in Auftrag geben, eine Förderung: 50 Prozent der Brutto-Reparaturkosten, bzw. maximal 100 Euro pro Kalenderjahr und Haushalt. „Mit der Reparatur-Prämie wollen wir die Steirerinnen und Steirer dabei unterstützen, ihre Elektro-Haushaltsgeräte kostengünstiger zu reparieren, um somit einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz und zur Ressourcenschonung zu leisten“, wurde der zuständige Landesrat Johann Seitinger zitiert.

Nicht in die Förderkategorie fallen allerdings Klimageräte, Elektrofahrzeuge, Baumaschinen sowie elektronische Schmuck- und Ziergegenstände wie Weihnachtsbeleuchtung und Armbanduhren. Ebenso sind Service- und Wartungsarbeiten wie beispielsweise von Kaffeemaschinen sowie Reparaturdienstleistungen im Rahmen von Garantie- und Gewährleistungsansprüchen von der Förderung ausgenommen. Der Antrag muss spätestens vier Wochen nach Rechnungsausstellung gestellt werden. Er kann mittels elektronischem Formular unter http://www.abfallwirtschaft.steiermark.at/ (ab 1. Februar) oder im Postweg erfolgen.

Personen mit Hauptwohnsitz in Graz können die - bereits vor einem Jahr eingeführte - Reparaturmaßnahmen-Förderung der Stadt Graz in Anspruch nehmen. Auch hier wird je Haushalt und Kalenderjahr ein Betrag von 50 Prozent der anfallenden Brutto-Reparaturkosten und mit höchstens aber 100 Euro, gefördert.

(S E R V I C E - Gefördert werden Reparaturen, die im „Reparaturführer“ http://www.abfallwirtschaft.steiermark.at/ angeführt sind.)




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