Letztes Update am Di, 08.01.2019 13:14

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Winterwetter - Lawinenwarnstufe 5 auch in Vorarlberg möglich



Bregenz/Österreich-weit (APA) - Sollten die für Vorarlberg prognostizierten heftigen Schneefälle ab dem Dienstagnachmittag eintreffen, könnte auch in Österreichs westlichstem Bundesland die höchste Lawinenwarnstufe ausgegeben werden. Das sagten LH Markus Wallner und Sicherheitslandesrat Christian Gantner (ÖVP) am Dienstag im Anschluss an die Regierungssitzung, die sich auch mit der aktuellen Wetterlage beschäftigte.

Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZG) hat auch für Vorarlberg die höchste Schneewarnstufe ausgegeben. Bis Donnerstag werden bis zu einem Meter Neuschnee in den Bergen erwartet. Laut Gantner könnte bereits am Dienstag die Warnstufe erneut auf groß und damit Stufe 4 der fünfteiligen Gefahrenskala angehoben werden. „Aufgrund der Wetterdaten gehen wir von größeren Schneemengen und einer höheren Lawinengefahr aus. Die Situation wird sich erheblich verschärfen“, sagte Wallner und appellierte noch einmal an Bevölkerung und Winterurlauber, nicht in den freien Skiraum zu gehen. „Wir können natürlich niemandem die Eigenverantwortung abnehmen. Jeder muss aber wissen, das Risiko ist sehr, sehr groß“, stellte der Regierungschef fest.

Gemeinsam mit Exekutive, Bundesheer und sonstigen Einsatzkräften wie Bergrettung, Feuerwehr und Rettung habe man „volle Einsatzfähigkeit aller Kräfte gewährleistet“, betonten beide Regierungsmitglieder eine sehr gute Vorbereitung auf die prognostizierten Schneemengen, die vor allem den hinteren Bregenzerwald, das Arlberg- und Silvrettagebiet treffen dürften. Der speziell geschulte Lawineneinsatzzug des Bundesheeres stehe in voller Stärke mit 40 bis 50 Mann in Bereitschaft, außerdem könne man jederzeit auf 180 Grundwehrdiener und 160 Polizeischüler zurückgreifen.

Der als Präventivmaßnahme vom Land angeforderte Bundesheer-Transporthubschrauber habe wegen des schlechten Wetters in Salzburg wieder umdrehen müssen, berichtete Militärkommandant Ernst Konzett. „Sobald sich irgendeine Lücke in den Wolken auftut, wird diese genützt“, versicherte er. Auch die Polizei habe sich auf die Wetterlage eingestellt, berichtete Landespolizeidirektor Hans-Peter Ludescher. In Talschaften, die von der Außenwelt abgeschnitten werden könnten und keine Polizeidienststelle haben, habe man Polizisten und Alpinisten stationiert.

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