Letztes Update am Di, 08.01.2019 13:45

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Winterwetter - In Tirol diese Woche voraussichtlich keine Stufe 5



Innsbruck/Österreich-weit (APA) - In Tirol dürfte in dieser Woche trotz anhaltender Schneefälle die höchste Lawinenwarnstufe, also Stufe 5, nicht ausgerufen werden müssen. Die Gefahrenstufe werde bis Ende der Woche voraussichtlich auf Stufe 4 bleiben, teilte der Lawinenwarndienst am Dienstag mit. Positiv sei, dass der Schneedeckenaufbau in Summe relativ stabil ist, hieß es.

„Daher ist es auch derzeit recht unwahrscheinlich, dass außergewöhnlich große Schneemassen in Bewegung geraten“, meinte Patrick Nairz vom Lawinenwarndienst Tirol nach einer Stabssitzung von Experten der Landeswarnzentrale, des Lawinenwarndienstes sowie der Leitstelle Tirol im Landhaus. Die derzeitigen Wettermodelle würden zudem davon ausgehen, dass sich am Freitag und Samstag eine vorübergehende Wetterberuhigung einstellt.

Vom Gebiet Silvretta, Arlberg, Außerfern, Nordalpen bis zu den Kitzbüheler Alpen könne bis Donnerstagfrüh bis zu ein Meter Schnee fallen, und das gepaart mit stürmischem Wind. Von Skitouren oder sonstigen Freizeitaktivitäten abseits der gesicherten Pisten oder Wege wurde dringend abgeraten. Auch vor Aktivitäten im Wald wurde wiederholt und eindringlich gewarnt, da jederzeit Äste aufgrund der Schneemassen herabstürzen können.

„Wir haben die Lage weiterhin voll im Griff und sind auf alle Eventualitäten vorbereitet. Es stehen nach wie vor mehrere Hubschrauber zur Verfügung, einige Erkundungsflüge konnten schon abgearbeitet werden“, erklärte der Leiter der Landeswarnzentrale, Marcel Innerkofler. „Für uns sind derartige Situationen nicht überraschend und auch nicht sonderlich besorgniserregend. Wir sind sehr gut aufgestellt und haben gemeinsam mit dem Bundesheer, der Polizei und weiteren Einsatzkräften alle Vorkehrungen getroffen.“

Der Geschäftsführer der Leitstelle Tirol, Bernd Noggler, berichtete indes von Anrufen einiger Bürger, die sich aufgrund der Schneemassen auf ihren Haus- und Wohnungsdächern besorgt zeigen. „Grundsätzlich sind Haus- und Wohnungsdächer in Tirol so gebaut, dass gewisse Schneelasten für sie kein Problem darstellen. Sollten Bürger aber dennoch unsicher sein, sollen sie sich bitte an ihre jeweilige Gemeinde wenden, die einen Kontakt zu entsprechenden Bautechnikern herstellen kann.“ Nur wenn Gefahr in Verzug vorherrscht, solle der Feuerwehrnotruf 122 gewählt werden.




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