Letztes Update am Di, 08.01.2019 16:27

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ungarn - Gewerkschaften überreichten Forderungen an Regierung



Budapest (APA) - Wie angekündigt hat die Protestbewegung am Dienstag Ungarns rechtskonservativen Regierung von Premier Viktor Orban ihre Forderungen überreicht. Der Ausschuss für Streik-Vorbereitung der ungarischen Gewerkschaften habe einen Brief an einen Vertreter des Ministeriums für Innovation und Technologie übergeben, berichtete das Internetportal „24.hu“.

In dem an Orban adressierten Schreiben werde die Rücknahme des sogenannten „Sklavengesetzes“, das eine massive Ausweitung der Überstunden erlaubt, gefordert, erklärte der Vorsitzende des Ungarischen Gewerkschaftsbundes Laszlo Kordas. Außerdem werden „anständige Löhne für anständige Arbeit“, eine Änderung des Streikgesetzes sowie ein flexibleres Pensionssystem verlangt. Orban wird aufgefordert, innerhalb von fünf Tagen eine Verhandlungsdelegation aufzustellen. Werde dieses Ultimatum nicht eingehalten, folge ein Warnstreik, hieß es. Außerdem sind für den 19. Jänner landesweite Demonstrationen geplant. Laut Kordas hätten bereits 140 Ortschaften ihre Teilnahme an dieser Aktion zugesagt.

Die Protestbewegung hatte im Dezember begonnen, nachdem das Parlament ein Arbeitsgesetz beschlossen hatte, das Arbeitgebern die Anordnung von bis zu 400 Überstunden jährlich erlaubt. Was von der Regierung als Maßnahme zur Bekämpfung des Arbeitskräfteengpasses im Land verteidigt wird, bezeichnen Gewerkschaften und Opposition als „Sklavengesetz“. Seitdem gab es zahlreiche Proteste.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.




Kommentieren