Letztes Update am Mi, 09.01.2019 12:11

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Winterwetter - Unterschiedliche Lawinensituation in Obersteiermark



Graz/Österreich-weit (APA) - In Teilen der Obersteiermark dürfte es wegen weiterer Schneefälle bis Freitag keine Entspannung der Lawinensituation geben. Für die Nordalpen entlang der Landesgrenze zu Salzburg, OÖ und NÖ gab es die höchste Warnstufe „sehr groß“. Weiter südlich war es nicht so dramatisch, hier rangierten die Warnstufen von vier bis zwei. Hubschrauberflüge waren unmöglich, über 2.000 Menschen waren abgeschnitten.

Laut Landeswarnzentrale vom späten Mittwochvormittag sind zu den schon bisher bestehenden Straßensperren auch die Verbindung (B20) über den Seeberg von Turnau nach Gollrad dazugekommen. Auch die Präbichlpassstraße (B115) wurde wieder dichtgemacht, nachdem am Dienstag rund 100 Urlauber und Einheimische aus dem Skigebiet gebracht wurden. Neu gesperrt wurde die B71 über den Zellerrain im Mariazellerland. Allerdings wurde von den Einsatzorganisationen auch mitgeteilt, dass alles im kontrollierten Bereich sei. „Aber wir müssen auch voraus denken“, sagte Patrick Dorner, Disponent der Landeswarnzentrale (LWZ), zur APA.

Flüge zur Erkundung oder Versorgung konnten im Oberland am Mittwoch vorerst nicht durchgeführt werden. „In Aigen im Ennstal beträgt die Horizontalsicht unter 100 Meter, nach oben ist es noch weniger. Wir haben derzeit kein Flugwetter für die Hubschrauber“, sagte Oberst Christian Fiedler zur APA. Aus der Landeswarnzentrale hieß es, man habe rund 30 Flugaufträge, darunter Lebensmittellieferungen nach Radmer, eine Erkundung wegen eines Stromausfalls in Johnsbach oder Treibstofflieferungen nach Hohentauern zur Schneeräumung.

Am Vormittag war die Zahl der abgeschnittenen Personen in der Steiermark wieder auf rund 2.250 Menschen gestiegen: Die Gesäuse Straße (B146) bei Johnsbach und Gstatterboden wieder gesperrt werden musste, sagte LWZ-Disponent Dorner. Auch die Mautstraße auf das Plateau des Stoderzinken (2.048 Meter Seehöhe) bei Gröbming wurde gesperrt. Zuvor hatten alle dort ansässigen oder in der Gastronomie beschäftigten Personen den Berg verlassen. Lediglich ein Förster war auf eigenen Wunsch oben geblieben, um Winterfütterungen für das Wild durchzuführen.

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Beim Landesenergieversorger Energie Steiermark ist man laut Sprecher Urs Harnik-Lauris vorbereitet. Man halte Reparaturmannschaften und Notstromaggregate aus nicht vom Schnee betroffenen Landesteilen bereit. Problematisch könnte es werden, wenn der bisher lockere Neuschnee nass und patzig werde und dadurch brechende Bäume auf Stromleitungen stürzten. Bisher habe es allerdings nur sehr kleinräumige Stromausfälle gegeben.




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