Letztes Update am Mi, 09.01.2019 12:31

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kreml will angeblichen US-Spion nicht im diplomatischen Streit nutzen



Moskau (APA/dpa) - Der Kreml will den in Russland festgesetzten angeblichen US-Spion nicht im diplomatischen Streit mit Washington einsetzen. „In Russland haben wir nie Menschen als Schachfiguren im diplomatischen Spiel benutzt“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch in Moskau.

Hintergrund ist die Festnahme des US-Amerikaners Paul Whelan. Er soll als Spion in der russischen Hauptstadt auf frischer Tat ertappt worden sein. Das Verhältnis zwischen Moskau und Washington ist seit Jahren schlecht. Neben den Konflikten in der Ukraine und in Syrien belasten vor allem Vorwürfe die Stimmung, Russland habe sich in den US-Wahlkampf eingemischt.

In den vergangenen Monaten sorgte zudem die Festnahme der angeblichen russischen Studentin Maria Butina in den USA für Schlagzeilen. Ihr wird vorgeworfen, im Auftrag Moskaus Einfluss auf politische Organisationen in den USA genommen zu haben. Ob es zu einem Austausch von Butina und Whelan kommen könnte, war bisher nicht bekannt. Peskow betonte der Agentur Interfax zufolge, er habe dazu keine Informationen.




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