Letztes Update am Mi, 09.01.2019 13:05

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Immobilieninvestments lagen 2018 in Osteuropa auf Rekordniveau



Wien (APA) - Immobilieninvestitionen in Osteuropa erfreuen sich großer Beliebtheit. 12,5 Mrd. Euro legten institutionelle Investoren 2018 in Polen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Rumänien an, das war der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen, sagte Andreas Ridder, CBRE-Österreich-Geschäftsführer und CEE-Chairman, am Mittwoch in einem Pressegespräch.

Mehr als die Hälfte des Geldes (6,6 Mrd. Euro) floss dabei nach Polen. Noch 2017 war das Land angesichts der politischen Veränderungen nicht interessant für Investoren. „Das hat sich 2018 schlagartig geändert“, stellte Ridder fest. Mit der Installierung von Donald Trump als US-Präsident seien die polnischen Politiker „normalisiert worden“, und zugleich „schaut es in anderen Ländern politisch noch unvorhersehbarer aus“. Damit sei Polen für Investoren wieder interessant geworden.

Auch wenn Immobilieninvestitionen in CEE boomen, bleibt Wien bei den Büromieten teurer als die osteuropäischen Hauptstädte (gemessen an den Spitzenmieten). Das gilt insbesondere für das nur 50 km entfernte Bratislava, aber auch für Bukarest. Am nähesten am Wiener Niveau sind Warschau und - nach einem starken Anstieg 2018 - Budapest. Prag liegt in diesem Vergleich in der Mitte.

Die Renditen für Bürogebäude liegen derzeit (drittes Quartal 2018) nicht nur in Wien auf einem historischen Tiefststand, sondern auch in Prag und Warschau. Dennoch sind die Renditen in allen fünf osteuropäischen Hauptstädten höher als in Wien. Zum Vergleich: Auch in Paris und Berlin liegen die Renditen auf einem historischen Tiefststand und damit zugleich niedriger als in Wien. London liegt knapp über den Tiefstwert und damit in etwa auf Wiener Niveau.




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