Letztes Update am Mi, 09.01.2019 13:31

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Börsen legen zu - Hoffnung auf Einigung im Handelsstreit



Frankfurt am Main (APA) - Europas Börsen haben am Mittwoch im Vormittagsverlauf weiter zugelegt. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 gewann bis gegen 13.15 Uhr 0,75 Prozent auf 3.077,70 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte mit 10.920,81 Punkten und plus 1,08 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London stieg um 1,07 Prozent auf 6.935,12 Punkte.

Angetrieben wurden die Börsen von der Hoffnung auf eine Beilegung des Handelskonflikts zwischen China und den USA. Die beiden Länder haben ihre jüngste Gesprächsrunde über eine Lösung des Handelsstreits in Peking beendet.

Die Ergebnisse sollen in Kürze präsentiert werden, wie Chinas Außenministerium mitteilte. Auch die US-Seite äußerte sich positiv. Die ursprünglich auf zwei Tage bis Dienstag angesetzten Verhandlungen waren verlängert worden und wurden auf Ebene der Vizeminister geführt.

Bewegung kam außerdem in den Handelsstreit der USA mit der EU, denn in Washington hatten sich die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström und der US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer getroffen. Ziel ist es, den Zollkonflikt mit einem Abkommen beizulegen. Trump hatte die EU-Staaten und viele weitere Länder weltweit im vergangenen Jahr mit Einfuhrzöllen auf Stahl- und Aluminiumprodukte überzogen. Zudem drohen Zölle auf Autoimporte in die USA in Höhe von 25 Prozent.

Aktien von Automobilherstellern konnten in Folge deutlich zulegen. So fanden sich Daimler mit einem Plus von 4,64 Prozent an der Spitze im Euro-Stoxx-50. Gut gesucht waren auch andere Autowerte wie Volkswagen (plus 3,17 Prozent) oder BMW (plus 2,06 Prozent).

Wichtige US-Konjunkturdaten werden am Mittwochnachmittag nicht erwartet. Angesetzt sind aber mehrere Reden von Vertretern der US-Notenbank und der Bank of England sowie die Sitzungsprotokolle zur vergangenen Sitzung der US-Notenbanker. Die Protokolle dürften aber kaum Klarheit über den weiteren geldpolitischen Kurs bringen, nachdem US-Notenbankchef Powell bereits angekündigt hatte flexibel reagieren zu wollen, schreiben die Analysten der Helaba.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA307 2019-01-09/13:28




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