Letztes Update am Mi, 09.01.2019 15:19

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Winterwetter - Bisher fast 1.300 steirische Feuerwehrleute im Einsatz



Liezen/Graz/Österreich-weit (APA) - Die steirischen Feuerwehren sind seit den Schneefällen in der vergangenen Woche gefordert. Knapp 1.300 Männer und Frauen von rund 100 Wehren leisteten bisher ihren freiwilligen Hilfsdienst, teilte Sprecher Thomas Meier am Mittwoch mit. Speziell die Feuerwehren der Verbände Liezen und Bruck an der Mur sowie Judenburg, Leoben und Mürzzuschlag hatten einiges zu tun.

Allein Mittwochvormittag waren 20 Feuerwehren mit etwas über 200 Einsatzkräften im Dienst. Der Großteil der Feuerwehren befindet sich im Bereichsfeuerwehrverband Liezen, wo Mittwochnachmittag der Bereichsführungsstab zusammenkam und seine Arbeit aufnahm, um die bestehenden und noch kommenden Einsatzanforderungen zu koordinieren. Die Hauptaufgaben der Wehren bestanden bisher in Fahrzeugbergungen, dem Beseitigen umgeknickter Bäumen, Unterstützungsarbeiten für den Einsatz von Bundesheer-Hubschraubern, Versorgungsfahrten für eingeschlossene Personen, Evakuierungsunterstützung, Freiräumen von Wasserbezugsstellen und - punktuell - Schneeräumung von Dächern, die einer „Gefahr-in-Verzug-Situation“ unterlagen.

„Die steigende Schneelast auf dem Dach bereitet so manchem Hausbesitzer in der nördlichen Obersteiermark Sorgen. Deswegen häufen sich in den letzten Stunden auch die Anrufe bei den Feuerwehren. Grundsätzlich sollte sicher aber jeder besorgte Hausbesitzer, der Zweifel hegt, ob sein Dach dem Schneedruck gewachsen ist, zunächst etwa an Statiker, Architekten, Dachdecker, Zimmerer oder auch an den Maschinenring wenden, ehe der Feuerwehr-Notruf gewählt wird“, empfahl Landesfeuerwehrkommandant Reinhard Leichtfried. Feuerwehren könnten ausschließlich nur dann zur Hilfe geholt werden, wenn eine ausdrückliche „Gefahr-im-Verzug-Situation“ gegeben sei.

Man wolle vermeiden, Feuerwehr-Mitglieder unnötig in Gefahr zu bringen. „Leider hat sich in den letzten Tagen in Einzelfällen auch gezeigt, dass Leute an die Feuerwehren herantreten und um Unterstützung bitten, einfach aus dem Grund heraus, um sich die Kosten der gewerblichen Schneeräumung zu ersparen. Dafür können und wollen wir nicht da sein, das ist wirklich Sache der Professionisten, die hier in erster Linie für Sicherungs- und Räummaßnahmen einzuplanen sind“, so Leichtfried.

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Die Energie Steiermark sprach bisher von nur wenigen Stromausfällen in der Steiermark: „Aktuell verzeichnen wir in der Obersteiermark nur einige kleinere, lokal begrenzte Störungen im Bereich der Niederspannung. Wir gehen jedoch von einer möglichen, deutlichen Verschärfung der Situation in den kommenden Tagen aus, daher haben wir die Einsatzteams aufgestockt und alle verfügbaren Kräfte in der Obersteiermark zusammengezogen. Darüber hinaus sind in den letzten Stunden auch Notstromaggregate aus den Regionen im Süden in die betroffenen Unwettergebiete gebracht worden. Zunehmende Schneelasten auf den Bäumen und allfällige Sturmböen könnten in nächster Zeit zu einer Bedrohung für das Leitungsnetz werden“, hieß es in einer Mitteilung des Energieversorgers.

Besonderes Augenmerk der Monteure gelte den Bewohnern in den eingeschlossenen Orten - hier würde eine Unterbrechung der Stromversorgung die Situation zusätzlich deutlich verschärfen. Vor allem das Erreichen der einzelnen Gebiete und der von Schäden betroffenen Stromleitungen sei eine „große Herausforderung“. Sich in den Wäldern aufzuhalten sei teilweise sehr gefährlich, schweres Gerät in die betroffenen - teilweise sehr entlegenen - Regionen zu bringen nur in enger Kooperation mit den Einsatzkräften vor Ort möglich, so der Sprecher.

~ WEB https://www.e-steiermark.com ~ APA405 2019-01-09/15:17




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