Letztes Update am Mi, 09.01.2019 15:53

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutsches Gericht: Entlassung eines Soldaten nach Hitlergruß rechtens



Koblenz (APA/dpa) - Ein Soldat, der unter anderem den Hitlergruß gezeigt haben soll, ist in der deutschen Stadt Koblenz mit der Klage gegen seine fristlose Entlassung gescheitert. Das dortige Verwaltungsgericht wies die Klage nach Mitteilung vom Mittwoch ab.

Die beklagte Bundesrepublik Deutschland hatte dem einstigen Oberbootsmann im Sanitätsdienst auch das Tragen einer Bomberjacke mit dem Symbol einer Reichskriegsflagge, Schreckschüsse an Silvester mit dem Ruf „Allahu Akbar“ (Gott ist groß) und ein Zitat zum „Führer“ vorgeworfen. Nach einem Strafbefehl legte der Soldat Einspruch ein. Das Amtsgericht sprach ihn mangels ausreichender Beweise frei. Die Bundesrepublik Deutschladn entließ ihn gleichwohl aus dem Dienst. Dagegen klagte der Mann mit Verweis auf seinen Freispruch und angebliche Missverständnisse.

Vergebens, wie das Verwaltungsgericht befand. Der Soldat habe seine Pflicht zum achtungs- und vertrauenswürdigen und dem Ansehen der Bundeswehr gerecht werdenden Verhalten verletzt. Das Gericht zeigte sich aufgrund der Zeugenaussagen überzeugt, dass der Kläger den Hitlergruß gezeigt, den Nationalsozialismus verherrlichende Parolen geäußert und eine Jacke mit NS-Symbolen getragen habe.

Damit habe er gegen die Kernpflichten eines Soldaten verstoßen. Es bestehe sowohl Wiederholungs- als auch Nachahmungsgefahr in der Truppe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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