Letztes Update am Mi, 09.01.2019 15:56

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Iran hält an Raketenprogramm fest



Teheran (APA/Reuters) - Der Iran will ungeachtet von Warnungen der USA an seinem Raumfahrtprogramm festhalten. Es gehe kein internationales Gesetz, das dies verbiete, sagte Außenminister Mohammad Javad Zarif am Mittwoch bei einem Besuch in Indien. Die USA hatten Iran kürzlich davor gewarnt, wie geplant drei Raketentests auszuführen.

Dies verletze die Resolution 2231 des UNO-Sicherheitsrates, weil es sich dabei um ballistische Raketen handle. In der Resolution, die Bestandteil des Atomabkommens von 2015 ist, wird an Iran appelliert, für bis zu acht Jahre keine ballistischen Raketen zu bauen, die in der Lage sind, Atomsprengköpfe zu tragen. Nach iranischer Darstellung ist sein Raketenprogramm rein defensiv. Außerdem könnten die iranischen Raketen nicht mit Atomsprengköpfen ausgerüstet werden.

Nach Zarifs Worten ist ein Rückzug von dem Atomabkommen eine Option für Iran, aber nicht die einzige. US-Präsident Donald Trump hatte im vergangene Jahr den internationalen Atomvertrag mit dem Iran aufgekündigt und Strafmaßnahmen gegen das Land wieder in Kraft gesetzt.




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