Letztes Update am Mi, 09.01.2019 18:02

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Winterwetter - Weitere Evakuierungen in der Steiermark



Liezen/Pölstal/Pusterwald (APA) - Nach vereinzelten Erkundungsflügen haben die Behörden noch am Mittwoch weitere Evakuierungen im obersteirischen Bezirk Liezen beschlossen: Sieben Gebäude im Ortsteil Niederstuttern in der Gemeinde Stainach-Pürgg müssen von den rund 25 Bewohnern verlassen werden. In den Ortsteilen Espang und St. Martin der Gemeinde Mitterberg-St. Martin waren rund 40 Personen in 18 Häusern betroffen.

Katastrophenschutzreferent Michael Schickhofer (SPÖ) beschrieb am Mittwoch geordnete Situationen in den drei zum Katastrophengebiet erklärten steirischen Kommunen. In der Gemeinde Hohentauern sind rund 750 Menschen - 466 Einheimische und 284 Urlauber - eingeschlossen. Die Stimmung unter ihnen sei ruhig und die Lebensmittelversorgung werde von den landwirtschaftlichen Betrieben der Gemeinde bis zum Wochenende gesichert. Auch Hackgutmaterial für Fernwärme sowie Diesel für Einsatzfahrzeuge stünden noch bis zum Wochenende in ausreichender Menge bereit. Die Hausapotheke des Arztes gilt ebenfalls als gefüllt und Medikamente reichen ebenfalls bis zum Wochenende. Die Bewohner seien telefonisch erreichbar und haben Strom. Rund 30 Helfer von Feuerwehr und Bergrettung helfen beim Abputzen der Hausdächer.

Die Gemeinde Pölstal ist im Gegensatz zu Hohentauern grundsätzlich erreichbar, jedoch sind rund 25 Bewohner in 13 Gebäuden im Ortsteil St. Johann am Tauern weiterhin nicht am Straßenweg erreichbar. Sie werden von der Gemeinde Hohentauern mit Medizin und Lebensmitteln mitversorgt. Bei der Gemeinde Pusterwald sind die Zufahrtsstraßen offen, ein Erkundungsflug war aber in dem Gebiet bisher nicht möglich. Fünf Bauernhöfe mit 22 Bewohnern in Hinterwinkel sind allerdings nur schwer erreichbar. Ein Bus mit 50 polnischen Urlaubern sei am Montag abgereist.

Die Sperre der B114 nach Hohentauern und Pölstal bleibe laut dem Katastrophenschutzreferent bis auf weiteres aufrecht. In Pusterwald bleiben zwei Gemeindestraßen weiterhin gesperrt. Weitere Erkundungsflüge sind geplant.




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