Letztes Update am Mi, 09.01.2019 18:26

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Frankfurter Börse



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der DAX hat am Mittwoch seine Vortagesgewinne ausgebaut. Angetrieben wurden die Kurse erneut von den Handelsgesprächen zwischen den USA und China. So schloss der deutsche Leitindex 0,83 Prozent höher bei 10.893,32 Punkten. Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDAX kletterte um 1,29 Prozent auf 22.778,36 Punkte.

Die positiv laufenden Verhandlungen im Handelskonflikt und die mögliche Bereitwilligkeit der US-Notenbank zur Verlangsamung des Zinserhöhungstempos machten weltweit Aktien wieder attraktiv, schrieb Marktanalyst Salah Bouhmidi von DailyFX. Eine etwas lockerere Geldpolitik würde Aktien gegenüber Anleihen in einem besseren Licht erscheinen lassen.

Bewegung kam außerdem in den Handelsstreit der USA mit der Europäischen Union (EU), denn in Washington hatten sich die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström und der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer getroffen. Ziel ist es, den Zollkonflikt mit einem Abkommen beizulegen.

Im DAX reagierten die Aktien der Autobauer BMW, Volkswagen und Daimler erneut besonders positiv auf die Neuigkeiten im Zollstreit. Sie legten um zwischen rund 1 und knapp 3 Prozent zu. Die Papiere des Zulieferers Continental profitierten mit einem Gewinn von 3,08 Prozent ebenfalls.

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Am DAX-Ende fielen die Anteilscheine der Deutschen Bank um fast 3 Prozent. Allerdings hatten sie in den vergangenen sechs Handelstagen bereits zur Erholung angesetzt und dabei um insgesamt 13 Prozent zugelegt.

Im MDAX profitierten die Papiere von Axel Springer mit plus 3,41 Prozent von positiven Analystenkommentaren. Die schweizerische Bank UBS und die NordLB hatten die Aktie des Medienunternehmens angesichts der Kursverluste im vergangenen Jahr zum Kauf empfohlen. UBS-Analystin Patricia Pare sieht im Online-Rubrikengeschäft und in anderen Konzernsegmenten Wertsteigerungspotenzial. Die Anteilscheine des Stahlherstellers Salzgitter gewannen nach einem zuversichtlichen Kommentar von Merrill Lynch 4,43 Prozent.

Schlusslicht im Index waren die Anteilscheine des Telekomanbieters 1&1 Drillisch mit einem Abschlag von 6,5 Prozent. Analyst Guy Peddy von der australischen Investmentbank Macquarie hatte sich in einer Studie kritisch geäußert Einstufung und Kursziel gesenkt.

Unter den Favoriten im Nebenwerteindex SDAX zogen die Aktien von Ado Properties um 5,53 Prozent an. In Erwartung weiteren Wachstums im neuen Jahr ist nun die Bank Barclays positiver für das Immobilienunternehmen gestimmt.

CropEnergies verloren fast 3 Prozent. Der Alternative-Energie-Spezialist hatte im dritten Geschäftsquartal weniger verdient als ein Jahr zuvor. Zugleich bestätigte er die bereits zwei Mal gesenkten Gesamtjahresziele.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA522 2019-01-09/18:22




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