Letztes Update am Do, 10.01.2019 10:20

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Winterwetter - Weiter große Lawinengefahr in Vorarlberg



Bregenz (APA) - Das Winterwetter hat Vorarlberg am Donnerstag weiterhin fest im Griff gehabt. Nach wie vor herrschte in den Bergen verbreitet große Lawinengefahr der Stufe 4. Während Schröcken im Bregenzerwald seit 8.00 Uhr vorübergehend wieder erreichbar war, waren der Nachbarort Warth, die Arlberg-Dörfer Lech, Zürs und Stuben sowie Gargellen im Montafon weiter von der Außenwelt abgeschnitten.

Die Lawinenkommissionen tagen laut Auskunft der Landeswarnzentrale in regelmäßigen Abständen und entscheiden dann über die Fortdauer oder Aufhebung der Straßensperren. Die Lawinensituation wurde weiterhin als angespannt beurteilt, vor allem der Neuschnee und Wind verschärften die Lage. Wintersportlern wurde von Aktivitäten abseits der gesicherten Pisten abgeraten. In der Nacht schneite es in Vorarlberg teils ergiebig, bis Donnerstagabend sollten bis zu 40 Zentimeter Neuschnee hinzukommen.

Donnerstagfrüh gesperrt wegen Lawinengefahr waren etwa die Gargellener Straße zwischen Galgenul und Gargellen (L192), die Faschinastraße (L193) zwischen Fontanella und Faschina, die Arlbergstraße (L197) zwischen Langen und St. Christoph sowie die Lechtalstraße (L198) zwischen der Alpe Rauz und Lech sowie zwischen Steeg und Warth. Der Ortsteil Baad der Kleinwalsertaler Gemeinde Mittelberg war nicht erreichbar, weitere Sperren betrafen die Ebniterstraße in Dornbirn, die Balderschwanger Straße (L5) zwischen Hittisau und Balderschwang sowie die Raggaler Straße (L88) zwischen Sonntag und Marul. Klösterle war nur über die Arlberg-Schnellstraße S16 erreichbar.

Die anhaltenden Schneefälle sorgten am Donnerstag auch im Frühverkehr für Behinderungen, etwa auf der Rheintalautobahn bei Dornbirn Nord und bei Bregenz-Weidach. Hängengebliebene Fahrzeuge sorgten dort für Staus. Laut Angaben des ÖTC Vorarlberg, sind die Autofahrer derzeit aber auf der Schneefahrbahn mit großer Vorsicht unterwegs. „Unsere Pannenfahrer haben gut zu tun, aber es herrscht kein Chaos - und der Schneekettenverkauf läuft sehr gut“, sagte ÖAMTC-Pressesprecher Jürgen Wagner.




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