Letztes Update am Do, 10.01.2019 12:05

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


59 Hinweise zum „Mordfall Rosi“ nach „Aktenzeichen XY“ eingegangen



St. Margarethen (APA) - Der Fund einer Frauenleiche im April 1993 im burgenländischen St. Margarethen (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) - in der Öffentlichkeit bekannt als „Fall Rosi“ - ist am Mittwoch in der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ thematisiert worden. Daraufhin gingen 59 Hinweise ein, wie Bundeskriminalamtssprecher Vincenz Kriegs-Au am Donnerstag berichtete.

Durch das erneute Zeigen von Bildern des Opfers und eines Kurzfilms zum vermutlichen Tathergang erhoffen sich die Ermittler einen Fahndungserfolg. Einige Hinweise wurden bereits abgeklärt, aber es sind auch „ein paar interessante Informationen“ eingelangt, denen nun weiter nachgegangen wird, so das Bundeskriminalamt.

Am 17. April 1993 wurde auf einer Pferdekoppel in St. Margarethen eine skelettierte und teilweise mumifizierte Frauenleiche gefunden. Gerichtsmedizinischen Untersuchungen zufolge wurde das unbekannte Mordopfer erdrosselt, anschließend mehrere Monate zwischengelagert und danach auf der Pferdekoppel abgelegt.

Vor zweieinhalb Jahren bekamen die Ermittlungen neue Dynamik. Mittels Isotopenanalyse (Herkunftsbestimmung) wurde im April 2016 zunächst die vollständige Identität des Mordopfers - die Tote wurde als Julia Margarita Rijo identifiziert - geklärt. So konnte auch deren Tätigkeit als Prostituierte, und insbesondere der Umstand, dass das Opfer zur Tatzeit in Eisenstadt und Umgebung auch außerhalb der Rotlichtlokale ihrer Tätigkeit als Sexarbeiterin nachgegangen ist, ermittelt werden.

Für sachdienliche Hinweise, die zur Ausforschung des Täters führen, ist eine Belohnung in der Höhe von 5.000 Euro ausgelobt. Allfällige Hinweise, welche auf Wunsch auch vertraulich behandelt werden, werden an das Bundeskriminalamt telefonisch unter +43(0)1/248 36-985025 oder per Mail an BMI-II-BK-SPOC@bmi.gv.at erbeten.




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